SCB nimmt weitere Beiz ins Visier

Hinterkappelen

Die Sportgastro AG des SC Bern wird voraussichtlich das neue Restaurant bei der Kappelenbrücke betreiben. Die Vertragsverhandlungen laufen, die Tinte ist noch nicht trocken.

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Auf dem Eis läuft es dem SC Bern derzeit nur mässig. In einer anderen Branche klettert der Klub dafür in der Tabelle konstant nach oben: Der SCB ist mittlerweile Berns zweitgrösster Beizer. Die jüngste Offensive der Sportgastro AG – eine Schwesterngesellschaft des SCB – ist beeindruckend. Vor einem Monat eröffnete das Unternehmen in der Marktgasse ein Burgerrestaurant.

Ab diesem Monat wird sie das Beizli der Eisbahn auf dem Bundesplatz betreiben. Und auf Weihnachten erweckt die Sportgastro AG das Mappamondo in der Länggasse aus dem Dorn­rös­chen­schlaf. Das neuste Objekt der Begierde scheint nun das Restaurant Kappelenbrücke in Hinterkappelen zu sein. Auf 300 Quadratmetern plant dort die Bernische Pensionskasse die Überbauung Capella mit 72 Mietwohnungen und eben einem neuen Restaurant.

«Interessantes Engagement»

Wie Direktbeteiligte gegenüber dieser Zeitung bestätigen, verhandelt die Sportgastro AG derzeit intensiv mit der Bauherrin. Der Vertrag sei noch nicht unterschrieben, jedoch weit vorgeschritten. Bei der Auswahl sei Wert darauf gelegt worden, dass es ein Bewerber von einer gewissen Grösse sei. Auch damit dieser den Mietvertrag erfüllen könne. Auch scheint ein Kriterium gewesen zu sein, dass der neue Wirt in der Region Bern gut verankert ist. All dies trifft auf die Sport­gastro AG zu.

Auf Anfrage will deren Geschäftsleiter Sven Rindlisbacher zu einer möglichen Beteiligung keine Stellung nehmen. «Die Kappelenbrücke wäre sicher ein interessantes Engagement», sagt er. Dazu, mit welchem Konzept der SCB am Wohlensee plant, äussert er sich nicht.

Auch die Bauherrin gibt sich noch bedeckt: «Wir führen derzeit Verhandlungen mit einem Partner», bestätigt Rico­ Pajarola, Abteilungsleiter Immobilien der Bernischen Pensionskasse. Diese Verhandlungen seien sehr konkret. Ob es sich beim Bewerber um die Sportgastro AG handelt, will er nicht bestätigen. «Sie wäre aber sicher ein guter Partner», sagt ­Pajarola weiter. Solange die Tinte im Vertrag nicht trocken sei, sage er aber nichts dazu.

Eine Teestube wird es nicht

Zwei Wohnblöcke – der höhere misst fast 30 Meter – entstehen bei der Brücke. Das Lokal mit Terrasse ist im vorderen Gebäude geplant. An gleicher Stelle, zum Ufer des Wohlensees hin, befand sich das alte Restaurant Kappelenbrücke. Dass es ein neues Lokal geben wird, ist keine Überraschung. In der Zonenordnung der Gemeinde Wohlen ist zwingend ein Restaurant für das Projekt vorgesehen. In Hinterkappelen mit seinen über 4000 Einwohnern gibt es ausser dem Bistro im Altersheim kein Restaurant.

Was für eine Art Beiz es sein wird – für Einwohner die wichtigste Frage –, bleibt noch unbeantwortet. Um bei der Fläche und Mietzins wirtschaftlich zu sein, würden wohl manche Konzepte besser funktionieren als andere, so Pajarola vage: «Ein klassisches Restaurant wäre wohl geeigneter als eine Teestube.»

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