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Sans-Papiers, aber nicht ohne Hilfe

Vor zehn Jahren hat Anne-Marie Saxer-Steinlin die Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers ins Leben gerufen. Im Interview spricht die Juristin über ihre Arbeit mit Menschen, die eine Existenz im Verborgenen führen.

Anne-Marie Saxer-Steinlin: «Der politische Druck auf Migrantinnen und Migranten ist enorm gestiegen.»
Anne-Marie Saxer-Steinlin: «Der politische Druck auf Migrantinnen und Migranten ist enorm gestiegen.»
Beat Mathys

Frau Saxer-Steinlin, Sie sind Vizepräsidentin der Beratungsstelle für Sans-Papiers und waren vor zehn Jahren bei der Gründung mit dabei. Was gab damals den Anlass dazu?

Anne-Marie Saxer-Steinlin: Nach der Jahrtausendwende schwappte die Sans-Papiers-Bewegung von Frankreich nach Bern über. Es gab Kirchenbesetzungen und auf politischer Ebene Versuche, kollektive Regularisierungen für Personen ohne Aufenthaltsbewilligung zu erreichen. Die Lösungen waren allerdings ernüchternd. Da entstand auf Initiative der Landeskirchen die Idee, eine private und vertrauenswürdige Beratungsstelle zu schaffen, um diesen Menschen immerhin den Alltag humaner zu gestalten.

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