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Die BLS unter Beschuss

Das Bundesamt für Verkehr bejaht die Wichtigkeit der umstrittenen BLS-Werkstätte Chliforst Nord. Die Gegner sind erfreut darüber, weil sie die Standortfrage neu aufwerfen können.

Im Chliforst Nord bei Bern soll die neue BLS-Werkstatt gebaut werden. Wegen der Grössenordnung des Projektes braucht es ein Sachplanverfahren des Bundes.
Im Chliforst Nord bei Bern soll die neue BLS-Werkstatt gebaut werden. Wegen der Grössenordnung des Projektes braucht es ein Sachplanverfahren des Bundes.
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Im Fokus: Mit ihrer Präsenz unterstrichen Bern Stadtpräsident Alexander Tschäppät, Regierungsrätin Barbara Egger, BLS-Präsident Rudolf Stämpfli sowie BLS-Direktor Bernard Guillelmon (von links), wie wichtig die neue Werkstätte ist.
Im Fokus: Mit ihrer Präsenz unterstrichen Bern Stadtpräsident Alexander Tschäppät, Regierungsrätin Barbara Egger, BLS-Präsident Rudolf Stämpfli sowie BLS-Direktor Bernard Guillelmon (von links), wie wichtig die neue Werkstätte ist.
Urs Baumann
Thun Nord hatte die BLS als möglichen Standort für eine neue Werkstätte auserkoren. Die Stadt Thun lehnte ab. (Archivbild, 2012)
Thun Nord hatte die BLS als möglichen Standort für eine neue Werkstätte auserkoren. Die Stadt Thun lehnte ab. (Archivbild, 2012)
Markus Hubacher
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Es ist ein bürokratischer Schritt mit praktischen Auswirkungen: Wie die BLS mitteilt, wirkt sich die geplante Werkstätte im Chliforst bei Riedbach laut dem Bundesamt für Verkehr (BAV) «erheblich auf Raum und Umwelt aus». Deshalb müsse das ganze Projekt in einem Sachplan koordiniert werden, wie es in der Raumplanungssprache heisst. Das bedeutet: Das BAV wird nun zum Nebau der Werkstätte diverse Bundesstellen sowie Kanton und Gemeinden konsultieren und vor allem: die Standortgebundenheit des Projekts prüfen.

Das BAV drückt mit dem Sachplanverfahren aus, dass es die Notwendigkeit der Werkstätten für den S-Bahn-Betrieb der BLS für gegeben hält. So gesehen bedeutet das Rückenwind für das umstrittene Geschäft. Gleichzeitig wird aber die öffentliche Debatte neu lanciert – deshalb begrüsst auch die IG Riedbach, die den Standort Chliforst bekämpft, den vom BAV vollzogenen Planungsschritt. «Damit wird man die Standortfrage noch einmal ausführlich diskutieren können», sagt IG-Vorstandmitglied Daniel Lehmann.

Neue Zufahrtsvariante

Grundsätzlich findet die IG Riedbach, dass SBB und BLS gemeinsam im Kanton Bern genügend Werkstattkapazität hätten und deshalb ein Neubau im Grünen unhaltbar sei. Zusätzlich vor den Kopf gestossen fühlt sich die IG Riedbach laut Lehmann vom jüngsten Erschliessungsvorschlag, den die BLS vom Dienstagabend an einer Sitzung der Dialoggruppe Chliforst präsentiert habe.

Die Lastwagen sollen, entgegen einer in früheren Gesprächen mit Anwohnern angedachten Variante, nicht über Hegidorn Richtung Riedbach fahren. Sondern, so der neuste Vorschlag, ab der Autoabfahrt Brünnen durch Oberbottigen nach Riedbach – über die schmale Bottigenstrasse, so Lehmann, die als Schulweg deklariert sei. Wie er weiter ausführte, habe der Baumeisterverband an der Sitzung eine auch ökonomisch interessante Variante einer teilweise unterirdischen Werkstätte in Niederbottigen präsentiert.

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