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Polizei kesselte Demonstranten in der Berner Innenstadt ein

Die Berner Innenstadt war am Samstag wegen einer Demo stundenlang blockiert. Mehrere hundert Teilnehmer wurden abgeführt, es kam zu Sachbeschädigungen.

Demonstranten färben einen Brunnen symbolisch rot ein.
Demonstranten färben einen Brunnen symbolisch rot ein.
Raphael Moser
In der Spitalgasse setzte die Polizei...
In der Spitalgasse setzte die Polizei...
Jürg Spori
Im Kastenwagen werden sie zur Kontrolle ins Neufeld geführt.
Im Kastenwagen werden sie zur Kontrolle ins Neufeld geführt.
Jürg Spori
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Die ganze Berner Innenstadt war am Samstag stundenlang blockiert. Die Polizei hielt am frühen Abend eine «Solidaritätsdemo für Afrin» an, nachdem es zu Sprayereien und Sachbeschädigungen gekommen war. Sie setzte dabei auch Gummischrot ein. In der Folge führte sie während Stunden Personen ab. Um 21.30 Uhr war dieser Vorgang zu Ende.

Nachdem die Demo blockiert wurde, kam es unter dem Baldachin zu Scharmützeln zwischen der Polizei und Linksautonomen. Neben der Polizei war auch die Feuerwehr im Einsatz. Sie entfernte Transparente, die auf dem Baldachin aufgehängt wurden. Sie musste dabei von der Polizei beschützt werden.

Hier werden die Demonstranten abgeführt. Video: Jürg Spori

Der ÖV war über Stunden blockiert. Erst um 22.15 Uhr konnten die Trams und Busse wieder durchfahren. Die Polizei suchte das Gelände lange ab und stellte Demo-Material sicher. In den Containern fand sie schwarze Kleidung. Mitglieder des Schwarzen Blocks zogen sich während der Blockade um und konnten in Zivilkleidung entkommen.

Die Polizei blieb in der Nacht auf Sonntag weiter mit einem Grossaufgebot in der Stadt präsent. Es wurde befürchtet, dass sich die Demonstranten in der Nacht neu formieren.

Solidaritätsdemo für Afrin

Den Ausschlag für das Chaos war eine «Solidaritätsdemo für Afrin». Seit Wochen und Tagen demonstriert Berns linksautonome Szene gegen die kriegerischen Vorgänge in Syrien. Ihre Wut richtet sich vor allem gegen den türkischen Präsidenten Erdogan und seine Manöver gegen die kurdische Bevölkerung.

Um 16 Uhr zogen gut dreihundert Leute vom Bahnhof los. Die Kundgebung war nicht bewilligt, aber angekündigt. Die Kantonspolizei Bern teilte den Demonstranten im Vorfeld mit, dass sie die Demo auflösen werde, falls es zu Sachbeschädigungen komme. Das passierte dann auch:

Die Demonstranten wurden nach zahlreichen Sprayereien in der Spitalgasse von den Polizisten eingekesselt. Dort entzündeten sie ein Feuer und tanzten zu kurdischer Musik.

Video: Jürg Spori

Um 17.30 Uhr kündigte die Kantonspolizei Bern über Lautsprecher an, dass sie nun Personenkontrollen durchführen werde. Sie gab den Demonstranten noch die Chance sich aus der Menge zu verabschieden.

Die Polizei führte in Folge mehrere hundert Personen in Handschellen ab und brachte sie in Kastenfahrzeugen ins Neufeld zur Kontrolle. Dieser Vorgang dauerte mehrere Stunden, weil die Verhafteten auf dem Posten einzeln befragt werden mussten. Allerdings konnten sich viele Demonstranten frühzeitig den Kontrollen entziehen, weshalb mit einer unruhigen Nacht gerechnet werden musste.

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