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Russische Fürstin wirkte Wunder in Bern

Die idyllisch anmutende Elfenau ist für viele ein Kraftort. Geprägt hat ihn eine russische Adelige. Bei den Recherchen für ihren Roman stiess Autorin Therese Bichsel auf einen erstaunlich modernen Stoff mitten im patrizischen Bern.

Tina Uhlmann
Im Schatten des Schnurbaums, den Grossfürstin Anna Feodorowna vor 200 Jahren pflanzen liess: Das Herrenhaus der Elfenau mit Portal im Empire-Stil.
Im Schatten des Schnurbaums, den Grossfürstin Anna Feodorowna vor 200 Jahren pflanzen liess: Das Herrenhaus der Elfenau mit Portal im Empire-Stil.
Stefan Anderegg
Park und Herrenhaus zu Annas Zeit: Schon damals ist der Schnurbaum (links) gross.
Park und Herrenhaus zu Annas Zeit: Schon damals ist der Schnurbaum (links) gross.
Buchverlag/zvg
«Anna Feodorowna hat in der Berner Elfenau ihre besten und wichtigsten Jahre verbracht.» Therese Bichsel, Autorin.
«Anna Feodorowna hat in der Berner Elfenau ihre besten und wichtigsten Jahre verbracht.» Therese Bichsel, Autorin.
Stefan Anderegg
Sommerlich: Die von Fürstin Anna errichtete Orangerie aus der Perspektive einer steinernen Gartenstatue.
Sommerlich: Die von Fürstin Anna errichtete Orangerie aus der Perspektive einer steinernen Gartenstatue.
Stefan Anderegg
Romantisch: Einer der beiden Teiche, die Anna Feodorowna zwischen Wohnhaus und Aare anlegen liess.
Romantisch: Einer der beiden Teiche, die Anna Feodorowna zwischen Wohnhaus und Aare anlegen liess.
Stefan Anderegg
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Auf der Bank am Teich sitzt eine Spaziergängerin, schmal, weiss gekleidet. Sie blickt aufs Wasser, in dem sich die Wipfel der hohen exotischen Bäume spiegeln. Kein Frosch, kein Wasserläufer bricht das stille Bild, das der Fotograf nun ins Visier nimmt. Klick. Klick. Dabei hat hier einst eine Prinzessin gelebt, die andere verzaubern konnte. Therese Bichsel, die ein Buch über sie geschrieben hat, späht durchs Schilf, zeigt auf die gegenüberliegende Seite ins verwilderte Gebüsch: «Dort befinden sich noch Überreste einer Grotte, die Anna Feodorowna anlegen liess.» Man sieht die Grotte nicht mehr, müsste sie erst freilegen. Klick. Klick. Dafür hat man von hier unten einen schönen Blick auf die Südfassade des Herrenhauses, in dem heute drei private Parteien zur Miete wohnen.

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