Zum Hauptinhalt springen

Rückenwind für die Theater-Sanierung

Die Stadtberner sagen mit fast 76 Prozent Ja zur städtischen Tranche am Sanierungskredit für das Stadttheater. Das Resultat stimmt zuversichtlich vor der Abstimmung im Grossen Rat, finden die Verantwortlichen.

Wolf Röcken
Bereit für den Umbau: Nach Ostern 2015 geht im Stadttheater der Umbau los – und  im dritten Rang ist mit aufgewirbeltem Staub zu rechnen.
Bereit für den Umbau: Nach Ostern 2015 geht im Stadttheater der Umbau los – und im dritten Rang ist mit aufgewirbeltem Staub zu rechnen.
Berns Stadttheater vor der Sanierung: Die Sanierung dürfte länger in Anspruch nehmen als geplant.
Berns Stadttheater vor der Sanierung: Die Sanierung dürfte länger in Anspruch nehmen als geplant.
Im November 2013 entschied das Berner Stimmvolk, die Sanierung des Stadttheaters mit 19,5 Millionen zu unterstützen.
Im November 2013 entschied das Berner Stimmvolk, die Sanierung des Stadttheaters mit 19,5 Millionen zu unterstützen.
Den Baukredit finanzieren Kanton, Stadt und Regionsgemeinden gemeinsam. Im Bild ein Techniker.
Den Baukredit finanzieren Kanton, Stadt und Regionsgemeinden gemeinsam. Im Bild ein Techniker.
45 Millionen Franken sind für die Sanierung des Berner Stadttheaters budgetiert. Im Bild ein veraltetes Belüftungssystem in den Katakomben des Stadttheaters Bern.
45 Millionen Franken sind für die Sanierung des Berner Stadttheaters budgetiert. Im Bild ein veraltetes Belüftungssystem in den Katakomben des Stadttheaters Bern.
Zahlreiche Berner Gemeinden weigern sich, einen freiwilligen Beitrag zur Sanierung des Berner Stadttheaters zu leisten. Im Bild ein Signal vor einem Eingang zur Bühne.
Zahlreiche Berner Gemeinden weigern sich, einen freiwilligen Beitrag zur Sanierung des Berner Stadttheaters zu leisten. Im Bild ein Signal vor einem Eingang zur Bühne.
Die grösste Regionsgemeinde Köniz hat ihren Beitrag  von rund 863'000 Franken nur unter der Bedingung bewilligt,  dass zwei Drittel der 21 Kerngemeinden ebenfalls Ja sagen. Ein Blick in die Tapezierwerkstatt.
Die grösste Regionsgemeinde Köniz hat ihren Beitrag von rund 863'000 Franken nur unter der Bedingung bewilligt, dass zwei Drittel der 21 Kerngemeinden ebenfalls Ja sagen. Ein Blick in die Tapezierwerkstatt.
Requisiten stehen in den Katakomben.
Requisiten stehen in den Katakomben.
Radio- und Fernsehgeraete stapeln sich in einem Regal.
Radio- und Fernsehgeraete stapeln sich in einem Regal.
Das Requisitenlager.
Das Requisitenlager.
Der Anteil der Stadt von 19,05 Millionen Franken wird am 24.November den Stimmberechtigten vorgelegt. Die Regionsgemeinden befinden einzeln über ihre Beiträge.
Der Anteil der Stadt von 19,05 Millionen Franken wird am 24.November den Stimmberechtigten vorgelegt. Die Regionsgemeinden befinden einzeln über ihre Beiträge.
Der neue Eingangsbereich des Berner Stadttheaters mit einem zentralen Korpus, der auch eine Bar ist.
Der neue Eingangsbereich des Berner Stadttheaters mit einem zentralen Korpus, der auch eine Bar ist.
1 / 14

Das Fernziel liegt im Herbst 2015: Dann soll das frisch sanierte Haupthaus von Konzert Theater Bern am Kornhausplatz mit einem Fest wiedereröffnet werden. Den Weg dorthin bezeichnete Stiftungsratspräsident Benedikt Weibel gestern als «unendlich langen Hürdenlauf». Und er ergänzte, dass nun eine der grössten Hürden genommen worden sei. Die Stadtberner sagten gestern mit einem Anteil von fast 76 Prozent nämlich klar Ja zum städtischen Anteil von 19,05 Millionen an die Gesamtsanierung, für die 45 Millionen Franken geplant sind.

Das Ja erreichte fast den Wert der Abstimmung vom Mai 2011, als die Stadtberner die Leistungsverträge mit Konzert Theater Bern gutgeheissen hatten (78 Prozent). Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) sprach deshalb auch von einem Ja und Bekenntnis zur Kulturinstitution Stadttheater – genauso wie Theater-Direktor Stephan Märki. Alle Stadtteile stimmten zu, im oft abweichenden Westen lag der Ja-Anteil bei mehr als 60 Prozent.

«Noch nicht im Ziel»

Stadtpräsident Tschäppät wertete das Resultat mit Blick auf den nächsten anstehenden Entscheid im Grossen Rat (siehe auch Kasten) als «deutliches Zeichen Richtung Kanton». Er machte aber auch deutlich, dass die Sanierung nun «auf den Weg geschickt, aber noch nicht im Ziel» sei. Sowohl Tschäppät als auch Theater-Stiftungsratspräsident Benedikt Weibel blicken der Abstimmung im Grossen Rat nun aber zuversichtlich entgegen. «Ein solch klares Votum gibt Rückenwind», fand Weibel.

Einzelne Abstriche nötig

Einmal mehr versicherte Tschäppät, dass das Kostendach für die Sanierung auf jeden Fall eingehalten werde. Klar ist aber auch, dass die gewünschte Summe von 45 Millionen Franken nicht zusammenkommen wird und rund 1,5 Millionen fehlen werden. Von den fast 80 Regionsgemeinden, die über freiwillige Beiträge abstimmten, kürzten einige den vorgesehenen Betrag. Ausstehend ist noch der genaue Beitrag von Worb.

Ein Ja des Grossen Rats vorausgesetzt, werden also maximal 43,5 Millionen Franken zur Verfügung stehen. Deshalb müssten einzelne Abstriche gemacht werden, so Tschäppät. Spielraum gebe es etwa bei den Fenstern, die wohl saniert und nicht ersetzt würden. Und auch im Bereich der Akustik lasse sich je nach Ausbaustandard «einiges» Geld einsparen.

Das Geld, das die Burger voraussichtlich sprechen, soll in ein abgeschlossenes Projekt und nicht in den Gesamtkredit einfliessen. Es könne hingegen gut sein, dass man noch versuche, private Sponsoren zu finden, etwa für die Unterstützung einzelner Veranstaltungen, so Tschäppät.

Resultat: Kredit Sanierung Stadttheater: 75,8 Prozent Ja. Stimmbeteiligung: 50,6 Prozent.

Dieser Artikel wurde automatisch auf unsere Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch