Zum Hauptinhalt springen

Welche Geschenke am Valentinstag gefragt sind

Die Rose gehört zwar immer noch zu den klassischen Geschenken am Valentinstag. Zunehmend sind aber am Tag der Verliebten andere Geschenke gefragt. Das spüren die Blumenhändler.

Am Valentinstag werden vermehrt Lebkuchenherzen verschenkt.
Am Valentinstag werden vermehrt Lebkuchenherzen verschenkt.
Nicole Philipp

Am Donnerstag ist Valentinstag, der «Tag der Verliebten». Viele denken schnell ans übliche Romantikprogramm mit roten Rosen. Für die Blumenhändler gehört der Valentinstag noch immer zu den wichtigsten Tagen im Jahr. Sie werden allerdings immer mehr bedrängt von anderen Branchen. Wer eine Alternative zum Blumenstrauss für den Partner sucht, auf den warten diverse Angebote.

Beispielsweise für Confiserien ist der Valentinstag ein wichtiger Verkaufstag geworden. «Wir rechnen mit 20 bis 25 Prozent mehr Umsatz als an einem normalen Verkaufstag im Februar», sagt Daniel Eichenberger, Chef der gleichnamigen Berner Confiserie. Verkauft werden vorwiegend Pralinen in Herzform oder der Haselnusslebkuchen mit einem lieben Spruch. Auch bei der Berner Confiserie Reinhard ist der Umsatz am Valentinstag rund 5 Prozent höher als an einem normalen Tag.

«Wir rechnen am Valentinstag mit 20 bis 25 Prozent mehr Umsatz als an einem normalen Verkaufstag im Februar.»

Daniel Eichenberger Chef der Confiserie Eichenberger

Valentins-Verwöhntrips

Als Verkaufstreiber haben die Reiseveranstalter den 14. Februar entdeckt. Warum nicht dem tristen Februarwetter entfliehen und ein Wochenende in einer anderen Stadt verbringen? Kuoni-Sprecher Markus Flick sagt: «Die beliebtesten Destinationen zum Valentinstag sind Paris, Venedig, Amsterdam, Hamburg, Florenz, Barcelona, Porto und Lyon.» Die Kuoni-Mitarbeiter gehen dieses Jahr sogar aktiv auf die Kunden zu. Sie verteilen an Passanten vor Kuoni-Reisebüros Rosen und einen Reisegutschein von 100 Franken bei einer Buchung ab 1500 Franken.

Zahlreiche Restaurants bieten Valentinstags-Menüs an und versuchen Kunden mit Dinners bei Kerzenlicht anzulocken. Der ­Kursaal Bern bietet sowohl im Meridiano als auch im Giardino Menüs zum Valentinstag an. Jean-Jacques Blumer, Leiter Gastronomie, sagt: «Am Valentinstag bieten wir mehr Zweiertische an, die an diesem Tag von den Gästen auch sehr nachgefragt sind.»

Das schlägt sich insgesamt positiv auf den Umsatz nieder. Im Kornhauskeller gibt es ein 4-Gang-Essen, und vom Pavillon auf dem Gurten geniesst man neben einer grossartigen Aussicht ein Valentinsmenü mit «Hingabe und Leidenschaft». In der Cinématte dagegen wird eine Liebesgeschichte gezeigt: Der Film «Cold War» ist an Festivals mit Preisen ausgezeichnet worden. Danach gibt es ein 4-Gang-Menü. Romantisch wird es bestimmt auch auf einer Abendfahrt auf dem Bielersee mit einem Dinner für Verliebte mit einer aphrodisierenden Artischocken-Rahmsuppe gefolgt von Rindsfilet-Würfeln mit milder Chilisauce. Zum Dessert gibt es die Liebesfrucht Granatapfel.

Romantik-Specials in Hotels

In den letzten Jahren haben auch die Hoteliers den Valentinstag für sich entdeckt. So können Gäste, die nach dem Essen nicht mehr nach Hause wollen, spezielle «Valentinspakete» buchen. Im Schweizerhof in Bern gibt es ein Übernachtungspackage für eine Nacht, inbegriffen sind unter anderem eine Massage und Blumendekorationen. Auch das Bellevue Palace bietet am Valentinstag oder am Wochenende danach ein Übernachtungsangebot ab 399 Franken an.

Von der grossen Nachfrage profitiert ebenso das Warenhaus Globus. Sprecherin Marcela Palek sagt: «Am Valentinstag können wir jeweils einen starken Umsatzzuwachs verzeichnen, verglichen mit einem anderen Februartag um rund ein Drittel.» Globus bietet 14 Prozent Rabatt in der Parfümerie auf das gesamte Schönheitssortiment. Schliesslich gehören Kosmetikprodukte und Parfüms zu den weiteren Geschenkklassikern. Auch bei der Migros ist der Valentinstag wichtig: «Wir rechnen damit, dass der Umsatz im Bereich Süsswaren, Blumen, oder Dessous-Wäsche spürbar höher sein wird als an einem regulären Donnerstag», betont Sprecher Patrick Stöpper.

Blumenhändler reagieren

Sandra Maarsen vom gleichnamigen Berner Blumenladen sagt: «Wir spüren, dass andere Branchen auch vom Valentins-tag profitieren. Dies ist besonders der Fall, wenn der Valentinstag auf einen Freitag, Samstag oder Sonntag fällt», sagt sie. Gerade an diesen Tagen würden viele Paare lieber gemeinsam verreisen. Und entsprechend weniger Geld für Blumen aus- geben.

Auch Gabi Hophan, Marketingmitarbeiterin bei Fleurop, bestätigt die zunehmende Konkurrenz durch andere Geschenkanbieter. Der Bestellungseingang für Blumen ist bei der Onlineplattform in diesem Jahr tiefer als im Jahr 2013, als der Valentinstag ebenfalls auf einen Donnerstag fiel. Fleurop, der grösste Schweizer Blumenvermittler, hat gehandelt und bietet neben Blumen auch Sekt, Rotwein, Schokolade oder Schmuck auf der Website an.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch