Bern

Rithy Chheng tritt als Stadtrat zurück

BernNeun Jahre lang war Rithy Chheng (SP) Mitglied des Berner Stadtparlaments. Jetzt tritt er zurück. Der zweifache Vater möchte sich auf seine Familie und den Beruf konzentrieren.

Hat seinen Rücktritt aus dem Berner Stadtrat erklärt: Rithy Chheng.

Hat seinen Rücktritt aus dem Berner Stadtrat erklärt: Rithy Chheng. Bild: PD

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Keine Kandidatin und kein Kandidat erzielte bei den letzten Stadtratswahlen im November 2016 ein besseres Resultat als Rithy Chheng. 20'665 Bernerinnen und Berner wählten den ­heute 37-jährigen Juristen ins Stadtparlament. Nun tritt Rithy Chheng aus dem Parlament zurück. Er möchte seinen Fokus auf die Familie, den Beruf und das Engagement beim Mieterinnen- und Mieterverband legen. Dort ist Chheng Vorstandsmitglied.

«In letzter Zeit konnte ich leider nicht mehr so oft an den Ratssitzungen teilnehmen, wie es eigentlich mein Anspruch war», sagt der Wohnbaupolitiker. Deshalb habe er sich «schweren Herzens» zum Rücktritt entschieden. Der SP-Politiker ist Vater von zwei Töchtern (4,5 und knapp 1 Jahr alt). «Ich möchte ein aktiver Vater sein, der seine Kinder aufwachsen sieht», sagt Chheng. Das sei mit dem politischen Engagement nicht mehr vereinbar gewesen.

Comeback in ein paar Jahren?

Im Stadtrat war Rithy Chheng seit dem 1. Januar 2009. «In all den Jahren habe ich fachlich und menschlich sehr viel gelernt», sagt er. Diese Zeit wolle er nicht missen. Chheng geht sogar so weit zu sagen, dass er die Politik liebe. Nicht zuletzt deshalb sagt er: «Die Politik läuft mir nicht ­davon.»

Er habe noch mit einer Kandidatur für den Grossen Rat geliebäugelt, aber schliesslich ­darauf verzichtet. «Ich habe gemerkt, dass ich in der aktuellen Lebensphase das Amt aus Zeitgründen nicht richtig hätte ausüben können.» Diese Überlegungen hätten ihn schliesslich darin bekräftigt, aus dem Stadtrat zurückzutreten. Chheng schliesst aber nicht aus, dass er in einem nächsten Lebensabschnitt wieder mit vollem Engagement in die Politik zurückkehren wird.

Am 22. März wird Rithy Chheng letztmals im Stadtrat sitzen. «Dann wird noch ein Vorstoss von mir behandelt, der mir am Herzen liegt.» Beim Vorstoss geht es darum, dass Vermieter von Wohnungen bei einem Mieterwechsel den vorherigen Mietzins offenlegen müssen. «Ich hoffe für die Mieterinnen und Mieter, dass der Vorstoss überwiesen wird», sagt Chheng. Seine Nachfolgerin im Stadtrat dürfte wohl die SP-Frau Laura Binz werden. (Berner Zeitung)

Erstellt: 21.02.2018, 13:30 Uhr

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