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Reto Nause will in den Nationalrat

Der Sicherheitsdirektor ist «hoch motiviert», für die CVP einen Sitz zu erobern. Ein schwieriges Unterfangen.

Reto Nause (CVP)
Reto Nause (CVP)
Raphael Moser

Sicherheitsdirektor Reto Nause (47), einziger Bürgerlicher in der rot-grünen Stadtregierung, kommt ziemlich in Fahrt. Noch nie so sehr wie in der laufenden Legislatur habe er sich auf nationaler Ebene hineingekniet, etwa in der Konferenz der städtischen Sicherheitsdirektoren.

Der Grund: «Die konkreten Folgen von Entscheiden des eidgenössischen Parlaments zeigen sich immer häufiger vor allem in den Städten.» Zum Beispiel: Das Ausländergesetz verlangt Willkommensgespräche mit Neuankommenden. Niemand, so Nause, habe daran gedacht, dass man dafür Personalressourcen bereitstellen müsse.

Ausbaden und umsetzen würden das nun die Städte, «zum Beispiel hier in Bern, an der Predigergasse». Oder: In den nächsten Jahren werde es die Schweiz vermehrt mit Rückkehrern aus dem Syrien-Krieg zu tun haben, «ein Sicherheitsproblem, das vor allem in den Städten manifest wird», hält Nause fest.

«Dass städtische Exekutiv­mitglieder auf eidgenössischer Ebene mitpolitisieren, halte ich deshalb für immer wichtiger.» Nause kündigt an, nach 2011 und 2015 im kommenden Jahr erneut für den Nationalrat zu kandidieren. 2015 gelang ihm zwar ein gutes persönliches Resultat, mit einem Wähleranteil von 1,5 Prozent blieb die CVP aber weit von einem Sitzgewinn entfernt. 2019 wird die Hürde noch höher. Wegen des langsamen Bevölkerungswachstums muss der Kanton Bern erneut einen Sitz abgeben (von 25 auf 24 Sitze). Für ein Vollmandat bräuchte es einen Wähleranteil von 4 Prozent.

Aber Nause ist «hoch motiviert». Tritt er 2020 für eine vierte Legislatur in der Stadtregierung an? Darauf gebe es jetzt keine Antwort, sagt er. Er sei absurd, zur Legislaturhalbzeit den städtischen Wahlkampf 2020 einzuläuten.

Obschon Ursula Wyss (SP) genau dies mit ihrer Abgangsankündigung per Ende 2020 getan hat. Und der nächste Karriereentscheid von Nause die bürgerliche Bündnisstrategie für die Rückeroberung des zweiten Regierungssitzes beeinflusst.

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