Reisebüros: Klage gegen Skywork und Bazl?

Bei den Chefs der Reisebüros ist der Ärger über die Skywork-Pleite gross. Der Verband prüft eine Klage gegen die Airline und den Bund.

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Stefan Schnyder@schnyderlopez

Das überraschende Grounding der Berner Fluggesellschaft Skywork reisst vielen Reisebüros ein Loch in die Kasse. Der Unmut in der Branche ist gross. Nun wird der Verband aktiv.

In einem Schreiben an seine Mitglieder, das dieser Zeitung vorliegt, hält der Schweizer Reise-Verband fest, dass er eine Klage gegen die Fluggesellschaft und das Bundesamt für Zivilluftfahrt prüfe: «Sollten sich die in der Presse geschilderten Fakten bestätigen, dass das Bundesamt für Zivilluftfahrt bereits am Montag von der Einstellung des Flugbetriebes am Mittwochabend wusste, werden wir uns ernsthaft überlegen, eine Verantwortlichkeitsklage gegen das Management der Skywork prüfen zu lassen», schreibt der Verband.

Zudem will er über­prüfen, ob allenfalls auch das Bundesamts für Zivilluftfahrt (Bazl) für die Schäden haftet.

Umfrage bei den Mitgliedern

Geschäftsführer Walter Kunz will nun Fakten erheben. In der E-Mail-Nachricht an die Mitglieder fragt er diese, wie viele Skywork-Tickets sie zwischen dem vergangenen Montag und Mittwochabend verkauft haben. Fest steht: Skywork hat ­11'000 Tickets verkauft, für ­welche die Airline nun keine Gegenleistung mehr erbringen kann.

Schliesslich nimmt der Verband die Skywork-Pleite zum Anlass, eine alte Forderung wieder aufleben zu lassen. Er fordert, dass die Fluggesellschaften eine Kundengeldabsicherung abschliessen ­müssen.

Berner Zeitung

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