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Regula Rytz: Im Überzeugen ist sie stark

Die Berner Gemeinderätin will im Bundeshaus ihre Qualitäten als Brückenbauerin ausspielen. Den Chefsessel in Bern gibt sie ab.

Spätabends  freut sich die grüne Stadtberner Gemeinderätin Regula Rytz mit Parteipräsident Blaise Kropf über ihre Wahl in den Nationalrat.
Spätabends freut sich die grüne Stadtberner Gemeinderätin Regula Rytz mit Parteipräsident Blaise Kropf über ihre Wahl in den Nationalrat.
Susanne Keller

Mitunter musste die Stadtbernerin Regula Rytz ihrer ungeduldigen grünen Basis erklären, dass ihr Gemeinderatssitz nicht einfach ein Chefsessel sei, auf dem befohlen werden könne. Grüne Lösungen bedeuteten vielmehr harte Knochenarbeit. Nun wurde sie in den Nationalrat gewählt – dank eines Restmandats. Bis Ende 2012 bekleidet sie beide Ämter. «Ich bleibe während dieser Zeit hundert Prozent Gemeinderätin», betont sie. Stets klar war für sie, dass auf die Länge die Doppelbelastung zu viel ist. Für das nationale Parlament stellt sie deshalb für die Übergangszeit einen persönlichen Mitarbeiter ein. «Ich freue mich auf die neue Arbeit», sagt Rytz. Sie will «seriöse Sachpolitik» betreiben und an ihre Erfahrungen im Grossen Rat anknüpfen, in dem sie zwischen 1994 und 2005 sass. Damals galt es mit einer bürgerlichen Mehrheit zu verhandeln und Kompromisse zu finden, als Gewerkschaftsvertreterin oftmals hartes Brot. Aber: «Im Überzeugen bin ich stark», sagt die ansonsten mit Eigenlob zurückhaltende Politikerin.

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