Zum Hauptinhalt springen

Radquer als Volksfest

Am 1. Oktober findet im Berner Freibad Weyermannshaus ein internationales Radquerrennen statt. Der Anlass soll ein Volksfest werden – und nächstes Jahr im Rahmen des Weltcups wieder stattfinden.

Am 1. Oktober wird das Weyerli zur Radquer-Arena

Der gemeine Belgier scheint ein demütiger Zeitgenosse zu sein. «Organisierst du dort ein Radquer, kommen 30 000 Leute, essen Pommes frites und schauen das Rennen», erzählt Simon Zahner. Der Züribieter Profi wird übermorgen in einer Woche beim Rennen der EKZ Crosstour im Weyerli zu den Favoriten ge­hören. Als Aushängeschild des Schweizer Radquer war er am Donnerstag dabei, als die Verantwortlichen über den Event informierten.

Ein Elite-Rennen und Pommes, damit allein ist das hiesige Publikum nicht anzulocken. Die Stadtbehörden gehen deshalb mit den Organisatoren einig, dass der Anlass dank eines grossen Rahmenprogramms «Volksfestcharakter» erlangen soll, wie es Gemeinderat Reto Nause (CVP) ausdrückte. Der Anlass passe zur Sportstadt Bern ebenso wie zur Velostadt Bern, sei für Zuschauer gratis und sorge im Freibad ­Weyermannshaus noch einmal für Spektakel, ehe der Ort in den Winterschlaf fällt.

Die Stadt hat den Anlass vorerst für zwei Jahre bewilligt, ist laut Nause aber interessiert an einer längerfristigen Perspektive. Sie unterstützt die Organisatoren mit 20 000 Franken sowie einer umfassenden Gebühren­befreiung.

Auch für Hobbyfahrer und Kinder

Zum erhofften Volksfest passt, dass vor dem nachmittäglichen Start der Profis sich auch Hobbyfahrer und Kinder den Parcours vorknöpfen können. Auf 2,8 Kilometern schlängelt sich dieser durch das Freibad und darum ­herum. Natürlich wird dabei kein Hügel ausgelassen – Hürden, Sprünge und rasante Abfahrten inbegriffen. «Wir wollen einen gesellschaftlichen Event für die ganze Familie veran­stalten», sagt Christian Rocha, OK-Chef und Initiant der ganzen EKZ Crosstour, einer sechs Rennen umfassenden interna­tionalen Radquerserie in der Schweiz.

Zu essen gibt es deshalb nicht bloss Pommes, sondern ein Angebot von einem halben Dutzend Streetfood-Ständen. ­Veloverkaufsstände und der mobile Pumptrack des städtischen Sportamts sollen ebenfalls dazu beitragen, möglichst viel Publikum ins Weyerli zu locken.

Mit dem Rennen wollen die Organisatoren Erfahrungen sammeln, die sie 2018 auf höherer Ebene nutzen können. Ihr festes Ziel ist es, dann Teil des Radquerweltcups zu sein und damit auf einen Schlag ein internationales TV-Publikum zu erreichen. Die Signale des Internationalen Radsportverbands seien positiv, so Rocha, entschieden werde Ende Jahr.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch