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Quartierbevölkerung will Gaswerkareal-Planung nachbessern

Die Quartierkommission QM3 lädt zum Workshop zur Planung auf dem Berner Gaswerkareal. Anlass ist eine verbreitete Unzufriedenheit über die Schlüsse, die Losinger Marazzi gezogen hat.

Auf dem Stadtberner Areal sollen Wohnungen, ein Schwimmbad und eine Schule entstehen. Die Stimmberechtigten sollen über zwei Varianten abstimmen können: mit und ohne Schwimmhalle.
Auf dem Stadtberner Areal sollen Wohnungen, ein Schwimmbad und eine Schule entstehen. Die Stimmberechtigten sollen über zwei Varianten abstimmen können: mit und ohne Schwimmhalle.
Urs Baumann
Dies kostet über hundert Millionen Franken – exklusive der Kosten für das Schwimmbad.
Dies kostet über hundert Millionen Franken – exklusive der Kosten für das Schwimmbad.
Urs Baumann
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Im September resümierte die Losinger Marazzi AG in einem Bericht die drei Workshops zur Planung auf dem Gaswerkareal, die unter ihrer Leitung durchgeführt wurden. Auf dem Areal von Energie Wasser Bern (EWB) könnten rund 200 Wohnungen entstehen. Man habe versucht, die Betroffenen «im Sinne echter Partizipation» mit einzubeziehen, schrieb Alec von Graffenried von Losinger Marazzi im Vorwort. Doch entweder ist der Versuch missglückt, oder das Resultat wird im Quartier nicht genügend gewürdigt.

Diesen Samstag lädt nämlich QM3, die offizielle Vertretung des betroffenen Stadtteils, die Quartierbevölkerung zu einer rund fünfstündigen Veranstaltung ein. Der Titel: «Gaswerkareal: Das Quartier redet mit!» Die drei von Losinger Marazzi durchgeführten Workshops hätten «die Mehrheit der teilnehmenden Quartiervertreter unzufrieden» zurückgelassen, sagt QM3-Geschäftsführerin Claudia Luder.

Offen: Erschliessung, Nutzung

Luders Hauptkritik: «Die Schlüsse, die Losinger Marazzi zog, konnten gar nicht mehr gemeinsam diskutiert werden.» Im Bericht fehlen ihrer Ansicht nach verschiedene Anregungen und Kritikpunkte, die von Quartiervertretern geäussert worden seien. «Das entspricht nicht unserer Vorstellung von Mitwirkung.»

Bei aller Kritik betont Luder, dass der Anlass am Samstag konstruktiv zu verstehen sei. «Wir wollen die Entwicklung auf dem Areal nicht boykottieren.» Vielmehr seien sich die meisten der 31 Organisationen unter dem QM3-Dach einig, dass auf dem Gaswerkareal etwas gehen solle. Die offenen Fragen seien «die altbekannten», so Luder: «die Erschliessung, die schon heute eigentlich nicht existiert. Und das Mass der Nutzung, bei dem zu einseitig Maximalvarianten einer Überbauung diskutiert werden.»

QM3 will laut Luder dem Quartier und weiteren Interessierten die Möglichkeit bieten, solche Fragen noch einmal breit zu diskutieren. Im ersten Teil der Veranstaltung werden Vertreter des Stadtplanungsamts, der Grundeigentümerin EWB sowie der Losinger Marazzi AG über den aktuellen Stand informieren. Dann können die Teilnehmer ihre Anliegen und Befürchtungen einbringen.

Doch kommt das nicht zu spät, nachdem der Gemeinderat bereits grünes Licht zu einer Testplanung gegeben hat? «Nein», sagt Claudia Luder. Ihr sei versichert worden, dass die Rahmenbedingungen der Testplanung erst nach der QM3-Veranstaltung festgelegt würden. «Wir sind froh, dass das Quartier damit eine gute Chance hat, sich zur Planung zu äussern.»

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