Quartier der Zukunft nimmt Form an

Ittigen

Am Aarehang in Worblaufen ist eine Siedlung mit 167 Wohnungen geplant. Das Projekt wird nun konkreter.

Das Quartier soll in der zweiten Reihe über der Aare entstehen, hinter den geplanten Hammerwerk-Neubauten.

Das Quartier soll in der zweiten Reihe über der Aare entstehen, hinter den geplanten Hammerwerk-Neubauten.

(Bild: Fischer Architekten/Zuend Zürich)

Pia Scheidegger

Das Areal «Aarerain» ist eine der letzten grossen Baulandreserven der Gemeinde Ittigen. Besonders attraktiv macht es seine Lage direkt an der Aare, deshalb soll dort eine Über­bauung entstehen. Das Projekt nimmt nun konkrete Formen an. Bevor die Umsetzung erfolgen kann, will die Gemeinde jedoch zuerst das Baureglement und den Zonenplan anpassen.

Das geplante Quartier ist nicht ganz gewöhnlich. Es wird mehr Energie produzieren, als es verbraucht. Mit anderen Worten: Es wird ein Plusenergie-Quartier. Die Energieversorgung der Überbauung wird durch den Anschluss an das geplante Fern­wärmenetz der ARA Worblental und durch Strom aus Fotovoltaikmodulen auf dem Areal erfolgen. Allerdings will die Gemeinde nicht das ganze Gebiet überbauen. Das neue Quartier ist vor allem für den östlichen Teil des Areals vorgesehen, damit der westliche Teil frei bleibt.

Nicht nur Häuser

Im freien Sektor ist ein Park direkt an der Aare geplant. «Somit werden die Wohnungen neben einem Naherholungsgebiet sein», sagt Gemeindepräsident Marco Rupp (BVI). Die Änderungen im Baureglement und im Zonenplan sollen sicherstellen, dass der westliche Teil des Areals nicht überbaut wird.

«Das Gebiet ist bereits eingezont, wir wollen es jetzt noch in drei Sektoren unterteilen», so Rupp. Einer der Sektoren könne so naturnah gestaltet werden. «Weiter wird darauf verzichtet, das höchstzu­lässige Mass der Nutzung auf der gesamten Fläche festzulegen», fügt Rupp hinzu. Die maximale Gesamthöhe der Gebäude bleibe jedoch bei 30 Metern, also gleich wie bisher.

An einem Infoanlass präsentierte die Gemeinde erstmals das Projekt. Rupp meint, die anwesenden Einwohner hätten positiv auf die Überbauung reagiert. Es sind nur drei Einsprachen eingegangen. Am 28. November kann das Volk an der Gemeindeversammlung über die Änderungen des Baureglements und des Zonenplans abstimmen.

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