Zum Hauptinhalt springen

Protest in Bern gegen Gay-Pride-Verbot in Istanbul

Etwa achtzig Menschen haben am Dienstagabend in Bern gegen das Gay-Pride-Verbot in Istanbul demonstriert. An einem kurzen Umzug im Kirchenfeldquartier protestierten sie gegen das Vorgehen der türkischen Behörden.

Weil in Istanbul Gay-Pride-Teilnehmer mit Gummigeschossen und Tränengas vertrieben wurden, protestierten am Dienstagabend etwa achzig Personen gegen das Vorgehen der türkischen Behörden (Symbolbild).
Weil in Istanbul Gay-Pride-Teilnehmer mit Gummigeschossen und Tränengas vertrieben wurden, protestierten am Dienstagabend etwa achzig Personen gegen das Vorgehen der türkischen Behörden (Symbolbild).
Keystone

Der Umzug startete am Thunplatz und führte in die Lombachstrasse. Die Demonstrierenden schafften es aber nur in die Nähe der Botschaft, denn das Strassenstück direkt vor dem Botschaftsgebäude war beidseitig verriegelt worden. Mehrere Polizeiwagen waren zugegen.

Die türkischen Behörden hatten vergangenen Sonntag den geplanten Gay-Pride-Marsch in Istanbul verboten. Sie machten Sicherheitsbedenken geltend. Aktivisten, die dennoch demonstrieren wollten, wurden von der Polizei mit Gummigeschossen und Tränengas vertrieben.

Das Verbot der früher erlaubten Gay Pride zeige, wie undemokratisch Erdogans Türkei geworden sei und sich langsam ins Mittelalter zurückkatapultiere, schrieben die Homosexuellen Arbeitsgruppen Bern (hab) auf ihrer Website.

Ein Appell der Demonstrierenden ging an den Bundesrat: Die Landesregierung solle diplomatische Massnahmen für den Schutz der lesbischen, schwulen, transgender und intersexuellen Minderheit in der Türkei ergreifen.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch