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Prominente Abgänge bei der GFL

Vor vier Jahren war die Grüne Freie Liste (GFL) die grosse Siegerin der Wahlen. Diesen Erfolg zu wiederholen dürfte schwierig werden, sagt Parteipräsident Manuel C. Widmer. Die GFL hat prominente Abgänge zu verkraften.

Jubeln konnte die Grüne Freie Liste (GFL) bei den städtischen Wahlen vor vier Jahren: Sie verdoppelte ihre Sitzzahl im Stadtparlament. Zehn GFL-Mitglieder wurden gewählt und bilden seither mit der EVP die drittgrösste Fraktion im Stadtrat.

«Das war ein unglaublich gutes Ergebnis», blickte Parteipräsident Manuel C.Widmer gestern an einer Medienorientierung zurück. Thema des Anlasses waren die Wahlen vom 30.November, und für diese sei das Ziel schwierig zu definieren, sagte Widmer. «Übertreffen können wir den Erfolg von 2004 kaum.» Die zehn Sitze halten – mit diesem «Minimalziel» nimmt die GFL die Wahlen 2008 in Angriff.

Zwei Bewährte gehen

Die Grüne Freie Liste muss dieses Jahr verschiedene Hürden überwinden. So hat sie prominente Abgänge zu verkraften: Fraktionschef Ueli Stückelberger, Aushängeschild der Partei, kann wegen Amtszeitbeschränkung nicht wieder antreten. Ihr Mandat zur Verfügung stellt zudem Verena Furrer, die seit 1999 die GFL-Politik im Stadtrat mitgeprägt hat. «Diese beiden Sitze zu verteidigen wird eine Herausforderung», so Widmer.

Neue Grüne kommen

Konkurrenz erwächst der GFL ausserdem aus dem eigenen Lager: Vier Parteien buhlen in Bern unter dem Label «Grün» um die Gunst der Wähler: Neben der Grünen Freien Liste sind das die Grünliberalen, das Grüne Bündnis und die Grüne Partei.

«Highway to hellgrün»

Keine eigene Liste haben die jungen Grünen. Sie kandidieren entweder auf der Liste des Grünen Bündnisses oder eben jener der GFL für den Stadtrat. Letzteres tut Daniel Klauser. Auf der Rot-Grün-Mitte-Liste bewirbt sich der junge Grüne zudem um einen Sitz in der Stadtregierung. Klauser ist der Vierte im Bunde auf dem Gemeinderatsticket der RGM mit Alexander Tschäppät (SP), Edith Olibet (SP) und Regula Rytz (GB). Von einem Mangel an grünen Listen könne bei den Stadtberner Wahlen nicht gesprochen werden, sagte Klauser gestern. «Dies ist der Hauptgrund, weshalb wir auf eine eigene Stadtratsliste verzichtet haben.» Die jungen Grünen verzichten aber nicht auf einen gemeinsamen Wahlkampf. Unter dem Motto «Highway to hellgrün» wollen sie in den Stadtrat einziehen.

Die GFL habe ihre Arbeit in den vergangenen vier Jahren gut gemacht, findet Manuel C.Widmer. «Wir wollen unsere Politik weiterführen.» Die GFL versuche Lösungen zu finden und vom Blockdenken wegzukommen.

Mit dieser Haltung spielte die GFL in der zu Ende gehenden Legislatur bei Abstimmungen immer wieder das Zünglein an der Waage. «Das hat uns sowohl von linker als auch von bürgerlicher Seite Kritik eingebracht», sagte Widmer. Die GFL sei ein «Fähnli im Wind», habe es öfters geheissen. Diese Rolle möchte die Partei aber beibehalten. «Wir sind keine Windfahnen, wir haben uns lediglich herausgelöst aus dem üblichen Links-rechts-Schema.»

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