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Professor Norbert Thom ist gestorben

Im Alter von 72 Jahren ist der emeritierte Betriebswirtschafts-Professor Norbert Thom gestorben. Er forschte an der Uni Bern zu den Themen Personalführung und Organisation.

Norbert Thomerhielt im Jahr 2011 Schweizer den Schweizer Pass.
Norbert Thomerhielt im Jahr 2011 Schweizer den Schweizer Pass.
Franziska Rothenbuehler

Wie kann ein Unternehmen Ideen von Mitarbeitern nutzen, um Erfolg zu haben? Das war eine der zentralen Fragen, welche der Betriebswirtschaftsprofessor Norbert Thom erforschte. Wie aus Todesanzeigen hervorgeht, ist Thom am 21. April im Alter von 72 Jahren gestorben. Thom hinterlässt seine Ehefrau Françoise Bruderer Thom, die Geschäftsführerin der Pensionskasse der Post.

Thom ist in Deutschland aufgewachsen und war von 1991 bis zu seiner Emeritierung Professor für Organisation und Personal an der Universität Bern. Er war der Gründer und Direktor des Instituts für Organisation und Personal. Zudem beschäftigte er sich mit der Frage, wie öffentliche Institutionen effizient geführt werden, und er war Co-Gründer des Kompetenzzentrums für Public Management.

Öffentliche Kritik an Lohnexzessen von Managern

Als die Diskussion über die Exzesse von Managergehältern ihren Höhepunkt erreicht hatte, übte er öffentlich Kritik. Im Jahr 2010 war bekannt geworden, dass der damalige CS-Chef Brady Dougan einen Bonus von 71 Millionen erhielt. Norbert Thom sagte damals gegenüber der BZ: «Solch exorbitante Boni zeigen, dass im Wirtschaftssystem etwas aus den Fugen geraten ist. Der Selbstbeschränkungsmechanismus funktioniert nicht. Dies hat zur Folge, dass auf diese Weise die Glaubwürdigkeit des marktwirtschaftlichen Systems unterhöhlt wird. Die Unternehmensführer müssen immer berücksichtigen, wie ihre Entscheide im Land, in dem sie tätig sind, aufgenommen werden.»

Thom, der im Jahr 2011 den Schweizer Pass erhielt, engagierte sich auch in Vorständen und Aufsichtsgremien in der Region Bern. So war er langjähriger Vizepräsident der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft des Kantons Bern. Bei seinen Engagements in Verwaltungsräten erfuhr er, dass Erfolge, aber auch Krisen zum Wirtschaftsleben gehören. So gehörte er den Verwaltungsräten der milliardenschweren, erfolgreichen Rehau-Gruppe mit Sitz in Muri und der untergegangenen Berner Druckmaschinenherstellerin Wifag an.

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