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Professionelle Bilder und grafische Katastrophen

Welche Partei bringt ihre Botschaft am besten rüber? Welche Plakate sprechen an, welche sind zum Abwinken? Der Kommunikationsexperte Urs Kummer hat sie unter die Lupe genommen.

Liste 9 / Mir si Bärn / Aperoparty im SchwellenmätteliDilettantismus pur: Wenn der Name der Fotografin nicht unten rechts stehen würde, könnte man annehmen einem zufällig anwesenden japanischen Touristen sei ein Smartphone in die Hände gedrückt worden. Die Kandidaten sind nach einem feucht-fröhlichen Gezeche verschwitzt in ihren Flipflops zum Gruppenfoto getorkelt und selber überrascht, dass sie es knapp geschafft haben sich der Grösse entsprechend zu gruppieren. Eine einzige Zumutung!Note: 1,5
Liste 9 / Mir si Bärn / Aperoparty im SchwellenmätteliDilettantismus pur: Wenn der Name der Fotografin nicht unten rechts stehen würde, könnte man annehmen einem zufällig anwesenden japanischen Touristen sei ein Smartphone in die Hände gedrückt worden. Die Kandidaten sind nach einem feucht-fröhlichen Gezeche verschwitzt in ihren Flipflops zum Gruppenfoto getorkelt und selber überrascht, dass sie es knapp geschafft haben sich der Grösse entsprechend zu gruppieren. Eine einzige Zumutung!Note: 1,5
zvg
Liste 13 / gpb-da / Seniorentreff im BremgarterwaldEin grafisches Unding: kaum lesbare Parolen auf unruhigem Hintergrund. Die Kandidaten scheinen mit dem Waldsterben sozialisiert geworden zu sein, weil die Liebe zum Baum die zentrale Botschaft ist. Mützen und Hüte sind ein No-go auf Polit-Plakaten, weil beim Betrachter umgehend der Gedanke aufscheint, hier müssten aktiv Glatzen verdeckt werden. «Demokratie stärken» heisst ja auch, nichts verbergen: head-up statt cover-up.Note: 2
Liste 13 / gpb-da / Seniorentreff im BremgarterwaldEin grafisches Unding: kaum lesbare Parolen auf unruhigem Hintergrund. Die Kandidaten scheinen mit dem Waldsterben sozialisiert geworden zu sein, weil die Liebe zum Baum die zentrale Botschaft ist. Mützen und Hüte sind ein No-go auf Polit-Plakaten, weil beim Betrachter umgehend der Gedanke aufscheint, hier müssten aktiv Glatzen verdeckt werden. «Demokratie stärken» heisst ja auch, nichts verbergen: head-up statt cover-up.Note: 2
zvg
Liste 7 / JUSO / Nachruhestörung im BreitschGrafisch gut umgesetzt: Nicht schreiend, aber eben «laut». Töne auf Plakaten sind schwierige Herausforderung. Logo mit Zusatztext jedoch nur aus der Nähe lesbar. Empfohlen wird einigen Parteien mit der «kompromisslos für Bern» agierenden Grafikagentur Kontakt aufzunehmen und in einen Lernprozess einzutreten. Die klare Nummer 1 in Bildsprache und Aussagekraft. Ob sich dies in Wählerstimmen ummünzen lässt, bleibt fraglich.Note: 5,5
Liste 7 / JUSO / Nachruhestörung im BreitschGrafisch gut umgesetzt: Nicht schreiend, aber eben «laut». Töne auf Plakaten sind schwierige Herausforderung. Logo mit Zusatztext jedoch nur aus der Nähe lesbar. Empfohlen wird einigen Parteien mit der «kompromisslos für Bern» agierenden Grafikagentur Kontakt aufzunehmen und in einen Lernprozess einzutreten. Die klare Nummer 1 in Bildsprache und Aussagekraft. Ob sich dies in Wählerstimmen ummünzen lässt, bleibt fraglich.Note: 5,5
zvg
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Für die Wahlen in der Stadt Bern kandidieren 510 Frauen und Männer auf 19 Listen für einen Sitz im Stadtrat. 25 Leute – auf 6 Listen – möchten in den Gemeinderat.

Ambitionen für das Stadtpräsidium haben 9 Frauen und Männer. Ebenso vielfältig ist das Propagandamaterial. Dabei gibts Gelungenes und solches zum Abwinken.

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