Postparc: Noch keine Mietverträge unterzeichnet

Bern

Der Abbruch der alten Schanzenpost schreitet täglich voran. Noch sind keine Verträge mit zukünftigen Mietern unterschrieben. Warum Thomas Henking, der Gesamtprojektleiter des Postparcs, dennoch zufrieden ist.

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Tanja Kammermann

Die Schanzenbrücke ist seit mehreren Monaten eine Grossbaustelle. Links und rechts sind grosse Baugerüste aufgestellt und mit Plastik verpackt. Seit drei Monaten sind die Abbrucharbeiten der alten Schanzenpost sichtbar im Gang. Hinter einer grossen weissen Bauwand wird Stück für Stück die ehemals grösste Berner Post abgerissen. Hinter der Wand klafft inzwischen ein grosses Loch, überall liegt zertrümmerter Beton und Leitungen ragen aus dem Schutt. Alles Arbeiten, damit einst das Grossprojekt Postparc entstehen kann. Die Post plant einen Mix aus Büros, Läden und Restaurants. Der Bezug für die Mieter ist für Frühling 2015 geplant, insgesamt 40'000 m2 Mietfläche bietet der Postparc; davon sind 30'000 m2 Bürofläche und 10'000 m2 Retail und Gastronomie. Die Gerüchte, wer dereinst in den Postparc einziehen wird, kursieren bereits. Zeit für einige Fragen an den Gesamtprojektleiter Thomas Henking.

Wie laufen die Bauarbeiten beim Postparc?
Die Arbeiten laufen gut, seit drei Monaten sind sie auch sichtbar. Der Abbruch der alten Schanzenpost ist unsere Hauptaktivität. Auch im Postbahnhof vis-à-vis sind Sanierungs- und Ausbauarbeiten im Gang, nach den Sommerferien soll auch dieses Gebäude abgebrochen werden. Im Moment ist eine zusätzliche Bewilligung für gestalterische Elemente an der Bauwand ist hängig. Geplant sind Plakatwerbung, Werbung für die Vermietung des Postparcs und Informationen für Passanten. Seit einiger Zeit haben wir auch eine Bauzeitung aufgelegt.

Wie ist die Vermietung der Räumlichkeiten angelaufen?
Relativ gut, wir haben bereits einige Vorreservationen. Einerseits ist es gut, schnelle Verträge zu machen. Aber wir wollen 40'000 m2 Fläche in mehreren Gebäude vermieten. Wenn man zu schnell Flächen vergibt, vergibt man auch Möglichkeiten. Die Frage ist, wie der Mietermix am besten gestaltet wird. Wir haben Flächen bis 7000 m2, aber auch Räume mit 300 m2.

Können Sie bereits Namen nennen?
Unterschrieben ist noch nichts. Neben vielen anderen sind auch Coop und Migros interessiert. Für 50 Prozent der Flächen haben wir Anfragen, im Bereich Retail und anderes. Der Mix muss stimmen, die Mieter dürfen beispielsweise nicht in Konkurrenz zueinander stehen. Die Verträge werden in der zweiten Hälfte 2012 unterzeichnet.

Anfang Jahr hiess es, die Verträge würden im zweiten Quartal 2012 unterschrieben. Verzögert sich die Vermietung?
Ja, es verzögert sich etwas, aber das macht uns keine Sorgen. Auf der Postparc-Seite sind noch alle Flächen frei, doch bald werden diese vergeben sein. Wir haben einen Büromieter, der sich für 5000 m2 interessiert und noch zwischen zwei Gebäuden zögert. Solange sich dieser nicht entschieden hat, macht es keinen Sinn, weitere Flächen zu vergeben. Die Verhandlungen jedenfalls zeigen sich gegenläufig zum Trend raus aus der Stadt.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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