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Post-Drohnen beim Flughafen Belp

Ab Juli will die Post versuchsweise Drohnen zwischen dem Inselspital und den Landspitälern Aarberg, Münsigen, Belp und Riggisberg verkehren lassen.

Jungfernfahrten im Tessin: So sieht das kommerzielle Drohnenprojekt der Post aus. (Video: Tamedia)

Seit März übernehmen moderne Lieferdrohnen den regelmässigen Austausch von Laborproben zwischen zwei Spitälern in Lugano. Die Post prüft damit eine erste kommerzielle Anwendung von Lieferdrohnen. Ein weiterer solcher Versuch soll ab Juli auch in der Region Bern stattfinden, berichtet der «SonntagsBlick». Aktuell befinde sich diese zweite Machbarkeitsstudie in der Vorbereitung.

Im Gegensatz zu Lugano sollen die Drohnen in Bern aber nicht nur zwischen zwei Spitälern verkehren; das Zentrum für Labormedizin und die Spitalpharmazie des Inselspitals sollen mit den Landspitälern Aarberg, Münsingen, Belp und Riggisberg verbunden werden. Die Drohnen würden dann Labortests und Medikamente zwischen den Krankenhäusern hin und her fliegen.

Flexibler und schneller

Bisher seien solche Waren mittels Taxi von Spital zu Spital transportiert worden, sagt Guido Sammler, Logistikchef des Inselspitals gegenüber der Zeitung. Angesichts der bereits stark ausgelasteten Verkehrsinfrastruktur sei dies aber nicht immer die beste Lösung. «Wir wollen mit den Drohnen flexibler werden, vor allem in der Nacht», so Sammler.

Obwohl die Planung des Versuchs bereits weit fortgeschritten sei – es fehle nur noch das definitive Okay der Insel-Geschäftsleitung – will die Post selbst die Machbarkeitsstudie nicht bestätigen. Sie bestätigt lediglich, dass es neben Lugano auch andere Interessenten für die Drohnen gebe.

Absprache mit dem Flughafen

Falls diesen Sommer tatsächlich Post-Drohnen zwischen der Stadt und den Landspitälern Belp und Münsingen verkehren würden, könnte dadurch auch der Luftraum des Flughafens Belp tangiert werden. Rund um diesen besteht nämlich eine fünf Kilometer grosse Sperrzone für Drohnen.

Eine ähnliche Situation habe es auch in Lugano gegeben, erklärt Urs Holderegger, Kommunikationsleiter des Bundesamts für Zivilluftfahrt. Dort tangierte der Drohnenversuch ebenfalls die Sperrzone eines Flughafens. Durch gute Koordination habe das Problem aber gelöst werden können: «In Zusammenarbeit mit dem Flughafen und Skyguide definierte die Post eine fixe Route für ihre Drohnen und koordinierte deren Flugzeiten mit den Ab- und Anflügen der Flugzeuge.» Laut Holderegger könne man davon ausgehen, das in Bern ein ähnliches Verfahren zum Zuge käme.

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