Polizei kontrolliert über 240 ausländische Carreisende

Ostermundigen

Am letzten Wochenende hielt die Kantonspolizei Bern über 20 Reisecars und Kleinbusse aus dem Ausland an, um deren Passagiere und Ladung zu prüfen.

Die Carreisenden warten auf das Ende der Kontrolle. Auch Spürhunde kamen zum Einsatz.

Die Carreisenden warten auf das Ende der Kontrolle. Auch Spürhunde kamen zum Einsatz.

(Bild: Leserreporter 20 Minuten)

Vergangenen Samstag und Sonntag lotste die Kantonspolizei Bern Reisecars, Kleinbusse und Lieferwagen aus dem Ausland von Berner Autobahnen für Personen- und Fahrzeugkontrollen zum Schwerverkehrszentrum Mösli.

Bei der «koordinierten Kontrolle des grenzüberschreitenden Personenverkehrs», wie die Polizei die gemeinsame Aktion mit Zoll und Grenzwachtkorps nennt, wurden 17 Cars, fünf Kleinbusse beziehungsweise Lieferwagen, deren Ladung sowie 240 Personen mit Gepäckstücken überprüft.

Gegenüber «20 Minuten» klagt eine Leserin, die am Car-Terminal ihre Schwägerin abholen wollte, dass die Kontrolle über zwei Stunden gedauert habe. Die Polizei habe sogar Nummern verteilt, die sich die Wartenden ans Handgelenk binden mussten, was die Frau als entwürdigend empfand.

Für drei Fahrzeuge war die Reise zu Ende

Bei den Kontrollen deckten die Ordnungshüter diverse Delikte auf:

  • In 22 Fällen führten Personen Waren mit, die beim Grenzübertritt nicht zur Zollbehandlung angemeldet worden waren.
  • In fünf weiteren Fällen wurden in den Fahrzeugen Waren festgestellt, welche keinem Passagier zugeordnet werden konnten, also widerrechtlich unbegleitet transportiert wurden.
  • In einem Fall wurde festgestellt, dass ein unverzollter und im Ausland immatrikulierter Reisecar innerhalb der Schweiz unerlaubte Personentransporte durchgeführt und dementsprechend gegen das Kabotageverbot verstossen hatte.
  • Weiter wurden in drei Fällen fehlende Bewilligungen für den regelmässigen Linienverkehr festgestellt.
  • Des Weiteren wurden verschiedene Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz festgestellt.
  • In diesem Zusammenhang mussten zwei Reisecars die Weiterfahrt verwehrt werden, weil der Führerausweis oder die Fahrerkarte der Lenker nicht mehr gültig waren.
  • Bei einem weiteren Reisecar wurde die Weiterfahrt untersagt, weil dem Fahrzeuglenker die nötige Ruhezeit fehlte.
  • Im Rahmen der Kontrollen konnte die Kantonspolizei Bern zudem eine Person anhalten, welche ausgeschrieben war.
  • Bei zwei Passagieren wurden anlässlich der Personenkontrollen zudem mitgeführte Drogen festgestellt.
  • Bei einer weiteren Person wurde ein gefälschtes Ausweisdokument sichergestellt.

mb/pkb

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt