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Polizei führte an Demo 239 Personen ab

Bei der gestoppten Demo am Samstagnachmittag führte die Kantonspolizei Bern insgesamt 239 Personen ab. Der Sachschaden wird auf 100'000 Franken geschätzt.

Demonstranten färben einen Brunnen symbolisch rot ein.
Demonstranten färben einen Brunnen symbolisch rot ein.
Raphael Moser
In der Spitalgasse setzte die Polizei...
In der Spitalgasse setzte die Polizei...
Jürg Spori
Im Kastenwagen werden sie zur Kontrolle ins Neufeld geführt.
Im Kastenwagen werden sie zur Kontrolle ins Neufeld geführt.
Jürg Spori
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Nach der angekündigten, aber unbewilligten «Solidaritätsdemo für Afrin» vom Samstag zieht die Kantonspolizei Bern am Sonntagvormittag Bilanz:

Während der Kundgebung war es in der Berner Innenstadt zu massiven Sachbeschädigungen gekommen. Deshalb und «mit Blick auf das bereits im Vorfeld festgestellte Gewaltpotential» wurde der Umzug in der Spitalgasse gestoppt. Die Polizei kesselte die Kundgebung ein und forderte die Demoteilnehmer zu diesem Zeitpunkt ein letztes Mal dazu auf, sich aus der Masse der Umzugsteilnehmer zu entfernen.

Als sich daraufhin «ein Teil der Demonstranten gegen die Polizeikräfte formierte, musste kurzfristig Gummischrot eingesetzt werden». So formuliert die Kantonspolizei Bern den Vorgang in einer Medienmitteilung.

Auch Minderjährige wurden abgeführt

Insgesamt 239 Personen, darunter 63 Frauen und 136 Männer sowie 40 Minderjährige, hätten sich nicht aus der Menge entfernt, obwohl ihnen die Polizei mehrmals die Möglichkeit geboten habe. Sie seien darum wie angekündigt für Kontrollen abgeführt worden. Der Abtransport der Demonstranten sowie die Kontrolle dauerten wegen der grossen Anzahl von Personen mehrere Stunden.

So wurden die Demonstranten abgeführt. Video: Jürg Spori

Während dieser Zeit sei es wiederholt zu Platzkundgebungen und Behinderungen der Polizeiarbeit gekommen, heisst es im Communiqué weiter. Dies habe die Arbeiten in der Spitalgasse erheblich verzögert.

Hoher Sachschaden

Die Polizei sowie die Reinigungskräfte fanden entlang der Umzugsroute zahlreiche Spraydosen, Vermummungsmaterial, Pyrotechnika, Pfeffersprays sowie dunkle Kleider. Es kam zu massiven Sachbeschädigungen, meist in Form von Sprayereien. Auch ein Bernmobil-Tram wurde versprayt sowie einer Weiche der Tramschienen in der Spitalgasse beschädigt. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf einen Betrag in sechsstelliger Höhe.

In der Spitalgasse wurden die Demonstranten eingekesselt. Sie entzündeten anschliessend ein Feuer und tanzten zu kurdischer Musik. Video: Jürg Spori

Wegen der Demonstration sowie der damit verbundenen Polizeiarbeiten und der Reinigung der Strasse musste die Spitalgasse in der Berner Innenstadt für mehrere Stunden gesperrt werden. Sämtliche Tram- und einige Buslinien von Bernmobil waren zeitweise unterbrochen. Weil Demonstrationsteilnehmer auf der Strasse Gegenstände verbrannt hatten, musste die Spitalgasse intensiv gereinigt werden. Tramgleise wurden auf ihre Funktionstauglichkeit überprüft.

pd/chh

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