Zum Hauptinhalt springen

Polizei führt vier Sans-Papiers ab

Die Sans-Papiers und Schweizer Sympathisanten, die seit einer Woche die Kleine Schanze in Bern besetzt hielten, haben am Freitagmorgen freiwillig ihr Protestcamp geräumt. Vier Asylsuchende, die ausharren wollten, wurden am Nachmittag von der Polizei abgeführt.

Die Polizei bringt einen Aktivisten aus dem Zelt.
Die Polizei bringt einen Aktivisten aus dem Zelt.
Andreas Blatter
Polizisten versuchen die Hungerstreikenden zur Aufgabe zu überreden.
Polizisten versuchen die Hungerstreikenden zur Aufgabe zu überreden.
Andreas Blatter
Die Zelte sind abgeprotzt.
Die Zelte sind abgeprotzt.
Andreas Blatter
1 / 5

Drei von ihnen befinden sich seit mehreren Tagen im Hungerstreik, wie Sarah Schilliger, Sprecherin und Aktivistin der Bleiberecht-Bewegung, sagte. Hierbei handle es sich allerdings um eine separate Aktion, die schon vor dem Protestcamp begonnen habe.

Der städtische Sicherheitsdirektor Reto Nause bedauerte den Polizeieinsatz. Die meisten der Aktivisten hätten sich nämlich an die Abmachung gehalten, den Platz bis zum Freitagmorgen zu räumen, sagte er auf Anfrage. Die abgeführten Flüchtlinge, die sich im Hungerstreik befinden, müssten nun medizinisch untersucht werden.

Ob es Schäden am Platz gegeben habe, wisse man noch nicht, sagte Nause. Möglicherweise sei die Wiese durch die Belagerung etwas in Mitleidenschaft gezogen worden.

Weitere Aktionen geplant

Das Protestcamp in unmittelbarer Nähe des Bundeshauses sei die erste Etappe einer schweizweiten Mobilisierung gewesen, sagte Aktivistin Schilliger nach dem Ende der Besetzung. Für den Sommer seienweitere Aktionen geplant.

Nun wolle man vor allem auf die Reaktion von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf warten. Die Aktivisten hatten der Justizministerin einen Brief übermittelt, in dem sie bessere Lebensbedingungen für Sans-Papiers in der Schweiz forderten.

Seit vergangenem Samstag hätten zwischen 200 und 300 Asylsuchende und Aktivisten auf der Kleinen Schanze campiert, bilanzierte Schilliger. Als grossen Erfolg wertete sie etwa die schweizweite Koordination der Bleiberecht-Bewegung. Die Besetzung hatte nach einer Kundgebung in Bern gegen Rassismus am vergangenen Samstag begonnen.

SDA

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch