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«Politik eines Philippe Müller hat der FDP geschadet»

Der Berner Politologe Hans Hirter prognostiziert der Stadtberner FDP weitere Verluste, wenn sie weiterhin eine stramm rechte Politik betreibt statt sich in der Mitte zu positionieren.

Die SVP mit ihrem harten Kurs der Mutterpartei lasse rechts im Parteispektrum keinen Platz. «Die Politik eines Philippe Müller hat der FDP punkto Wähleranteilen geschadet», sagte der demnächst abtretende Dozent am Institut für Politikwissenschaften der Universität Bern in einem Interview der Zeitung «Der Bund» vom Freitag.

Müller, heute Grossrat, war in den letzten Jahren als FDP- Stadtrat einer der heftigsten Kritiker der rot-grünen Regierungs- und Parlamentsmehrheit. «Vielleicht braucht es noch ein paar Wahlniederlagen, bis die FDP merkt, dass es wenig bringt, wenn sie als zweite SVP auftritt», sagte Hirter. Die Stadtberner FDP erreichte im Jahr 2000 noch einen Wähleranteil von 18,8 Prozent (ohne Jungfreisinn). Bei den letzten Wahlen im Jahr 2008 waren es nur noch 10,9 Prozent.

Wahlen 2012: Wahrscheinlich bleibts wie heute

Dass es den Bürgerlichen bei den nächsten Gemeindewahlen im Jahr 2012 gelingt, Rot-Grün in der Regierung mit einer Einheitsliste zu schlagen, glaubt Hirter nicht. Vor allem nicht, wenn die SVP mit Hardliner Erich Hess antrete. Dann werde es nämlich gar nicht zur angestrebten Liste kommen, prognostiziert Hirter.

Es sei ohnehin schwierig, in einer der grossen Schweizer Städte eine links-grüne Regierung zu kippen. In Bern sei das besonders schwierig, denn Bern sei die «linksgrünste» Stadt der Deutschschweiz. Anderseits werde Links-Grün aber auch kaum vier Sitze im fünfköpfigen Gemeinderat holen.

SDA/cls

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