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Plattform wieder offen — mit Happy Häppli

Fast vier ­Monate war das Restaurant Plattform am Bärenplatz ­wegen eines Brandes geschlossen. Seit Mittwoch ist das Lokal von Christian Gfeller wieder offen, und alles ist wie vorher. Zumindest fast.

Inhaber Christian Gfeller im renovierten Restaurant.
Inhaber Christian Gfeller im renovierten Restaurant.
Franziska Rothenbuehler
Vier Monate gingen keine Gäste mehr ein und aus. Nun ist die Plattform wieder offen.
Vier Monate gingen keine Gäste mehr ein und aus. Nun ist die Plattform wieder offen.
Claudia Salzmann
Ein Bild im Juni ein Monat nach dem Brand.
Ein Bild im Juni ein Monat nach dem Brand.
Manuel Zingg
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Ein glücklicher und entspannter Christian Gfeller bespricht mit seinen Teams aus der Wok-, der Pizza- und der Grillküche gerade die Portionengrösse seines neuesten Einfalls. Passend zu seiner Laune ist auch der Name des neuen Konzepts im Restaurant ­Plattform am Bärenplatz: Happy Häppli-Dinner. «Weder in Bern noch in der Schweiz gibt es das», sagt er und meint das Konzept des fliegenden Kellners, der immer wieder ein Gericht in kleiner Portionengrösse vorbeibringt.

Genau das will er an drei Abenden der Woche einführen: Montags ist Woktag, dienstags Grill, donnerstags Pizza. Die Vorspeise ist nicht wählbar. Hauptgänge gibt es sechs verschiedene, der Gast greift so lange zu, bis er satt ist. Als süsser Abschluss werden Desserts in Shotgläsern serviert. «Ein durchschnittlich hungriger Gast sollte drei Vorspeisen, vier Hauptgänge und zwei Dessert essen können», sagt Gfeller.

Langsame Eröffnung

Seine gute Laune hat einen weiteren Grund: Er feiert am Mittwoch Wiedereröffnung seines im Mai abgebrannten Restaurants, knapp vier Monate blieben die drei Küchen kalt. Die Berufsfeuerwehr Bern habe damals in Schutzanzügen bei 400 Grad gearbeitet, erinnert sich Gfeller.

Nach 20 Minuten habe man den Brand zwar löschen können, aber danach musste das Restaurant für Restaurierungsarbeiten schliessen. Brandursache war eine Videomatrix, welche die fünfzehn Fernseher steuert. «Wir haben fast alles so nachgebaut, wie es vorher war», sagt Gfeller. Sichtbar anders ist, dass die vierteiligen Fenster durch zweiteilige ersetzt wurden.

Tatsächlich deutet zuerst nichts darauf hin, dass es hier nach rauchigem Whiskey und Verkohltem gerochen hat. Einzig, als in der Küche wieder alle Geräte in Betrieb genommen worden seien, sei eine leichte Rauchnote durch die Küchen gezogen.

Christian ­Gfeller macht ein Softopening, um die Abläufe mit wenig Gästen zu üben. Zahlreiche sind bereits wieder da und so einige raunen: «Das sieht ja aus wie vorher.» Einzig die grossen Buchstaben am Fenster und die farbigen Ballone deuten auf eine nicht alltägliche Situation hin.

Alle Teammitglieder retour

Christian Gfeller engagierte denselben Architekten wie bereits bei der Neueröffnung vor sechs Jahren. Seine 20 Angestellten konnte er zwischenzeitlich in seinen anderen Betriebe Chez Edy, Gfeller und anderswo unterbringen. Nun sind sie alle wieder hier. Den Brand, der 1,4 Millionen Franken Schaden anrichtete, nahm Gfeller auch zum Anlass, etwas am Konzept zu schrauben.

«Ich selber esse gerne kleine Portionen. Wenn ich es nicht gut finden würde, würde ich es nicht einführen», erklärt der Gastronom. Sollte seine Idee mit dem Häppli-Dinner dem Berner Restaurantbesucher passen, könnte er sich vorstellen, ganz darauf umzustellen.

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