Piraten wollen in Bern Gratis-WLAN anbieten

Bern

Die kantonale Piratenpartei will der Stadt Bern Gratis-WLAN schenken. Doch das Geschenk könnte unerwünscht sein.

Die Piratenpartei will in der Stadt Bern 20 Wifi-Hotspots einrichten.<p class='credit'>(Bild: Keystone)</p>

Die Piratenpartei will in der Stadt Bern 20 Wifi-Hotspots einrichten.

(Bild: Keystone)

Tönt cool, das Geschenk, das die Piratenpartei der Stadt Bern macht: «Liefere statt lafere» überschrieb Parteipräsident Jorgo Ananiadis gestern eine Mitteilung, mit der er auf den Entscheid des Stadtrats von letzter Woche reagierte, in der Stadt Bern kein öffentliches Gratis-WLAN einzurichten.

Ananiadis will zeigen, dass es trotzdem geht. Er bot per Mail an die zuständige Direktion von Gemeinderat Reto Nause (CVP) an, der Stadt Bern 20 Freifunk-Knotenpunkte zu spendieren, damit diese doch noch den Aufbau einer kostenlosen WLAN-Abdeckung für alle an die Hand nehme.

Er ­habe, so Ananiadis auf Anfrage, den Eindruck, die Stadtverwaltung habe sich in ihren jahrelangen Abklärungen gar nie für die ­günstige Freifunktechnologie interessiert, mit der man heute ­unkompliziert eine tragfähige WLAN-Abdeckung schaffen könne – ohne Gefahr zu laufen, überwacht zu werden. Da sei, so Pirat Ananiadis an die Adresse der Stadt, mit unnützen Abklärungen ziemlich viel Geld zum Fenster hinausgeschmissen worden.

Die Stadtregierung wird sich ordnungsgemäss mit dem Geschenk der Piraten befassen. Ein Blick in gemeinderätliche Antworten auf Stadtratsvorstösse zum Thema WLAN zeigt indes, dass die Regierung weitreichende Abklärungen getroffen hat. Ein triftiger Grund für den Verzicht auf ein öffentliches Gratis-WLAN war das mangelnde Interesse daran – namentlich aus dem Hotellerie- und Gastrobereich.

jsz

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