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Pfarrerin darf wegziehen

Katharina Gysin muss nicht mehr im Pfarrhaus wohnen. Das Verwaltungsgericht hat sie von der Residenzpflicht befreit – wegen der angeschlagenen Gesundheit ihres Mannes.

Muss Katharina Gysin wirklich im Pfarrhaus Zimmerwald bleiben? Oder darf sie definitiv zu ihrem Mann ins Eigenheim nach Riggisberg ziehen? Mehr als zwei Stunden lang debattierte das Verwaltungsgericht hin und her. Schliesslich kam es – als Ausnahme, wie es betonte – dem Wunsch der Pfarrerin entgegen und stellte sich gegen den Kanton, der an der althergebrachten Residenzpflicht für das Hauptpfarramt in Zimmerwald festhalten wollte. Mit drei gegen zwei Stimmen fiel der Entscheid knapp.

In Verwaltungsrichterin Ruth Herzog fand Gysin ihre Fürsprecherin. Auch wenn sie der Pflicht, im Pfarrhaus vor Ort wohnen zu müssen, durchaus Sinn abgewann: Der Pfarrer erfülle seine Aufgaben besser, wenn er in der Gemeinde wohne, die er betreue, unterweise und begleite. Nur so könne das enge Vertrauensverhältnis wachsen, das Voraussetzung für diese Arbeit sei.

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