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Pfarrer: «Sie machte mir einen unsittlichen Antrag»

Eine Mitarbeiterin fühlte sich von Pfarrer Marian Miklaszewski sexuell belästigt. Doch er dreht den Spiess um: Die Frau habe ihn zu einem intimen Verhältnis eingeladen.

Zwist in der Pfarrei St.Michael in Wabern.
Zwist in der Pfarrei St.Michael in Wabern.
Urs Baumann

Eine Mitarbeiterin fühlte sich von Pfarrer Marian Miklaszewski sexuell belästigt. Doch er dreht den Spiess um: Die Frau habe ihn zu einem intimen Verhältnis eingeladen.

Das Amtsenthebungsverfahren gegen den katholischen Pfarrer von Wabern spitzt sich zu. Lange hat Marian Miklaszewski geschwiegen, am Dienstagabend liess er durch seinen Anwalt eine Stellungnahme verschicken. Darin schildert der Geistliche eine komplett andere Geschichte, als sie vor wenigen Tagen von den Kirchenbehörden kommuniziert wurde. Ursprung für das nun laufende Verfahren gegen ihn sei eine Untersuchung wegen sexueller Übergriffe gewesen. Jurist und Mediator Christian Hodler hat den Untersuchungsbericht zusammen mit Psychologin Claudia Stam für den Kanton verfasst. Er bestätigt, dass der Vorwurf der sexuellen Belästigung der Ursprung dafür war, die ganze Situation rund um Miklaszewski in der Pfarrei Wabern unter die Lupe zu nehmen. Der 30-seitige Bericht mit ungefähr 30 Zeugenaussagen und 62 Beilagen legt dem Pfarrer vor allem gravierende Führungsmängel zur Last.

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