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Pfadilager in Kroatien

150 Pfadfinder, drei Reisecars und ein Last­wagen voller Material: Das diesjährige Sommerlager der Stadtberner Pfadi Schwyzer­stärn war aussergewöhnlich.

Sheila Matti
Fröhliches Lagerleben auf der Halbinsel Istrien.
Fröhliches Lagerleben auf der Halbinsel Istrien.
PD

Pfadilager sind für den Schwyzerstärn eigentlich nichts Besonderes. Das über hundert Jahre alte Pfadfinderkorps der Stadt Bern veranstaltet jeden Sommer ein Lager; maximal vierzig Leute stellen dann irgendwo in der Region Bern ihre Zelte auf, gehen wandern, spielen Spiele oder baden in einem Freibad. Eine übersichtliche Angelegenheit – normalerweise.

Dieser Sommer jedoch war ­alles andere als normal für die rund 150 Mitglieder der Pfadi Schwyzerstärn: Statt in der vertrauten Schweiz zu bleiben, wo man im Notfall innerhalb eines Tages wieder zu Hause ist, wagten sie den weiten Weg bis nach Kroatien. Drei Wochen verbrachte der Schwyzerstärn auf der Halbinsel Istrien, in einer riesigen Zeltstadt, die sich über zwei Hektaren erstreckte.

10 Tonnen Lagermaterial

Während andere, grössere Landpfadis solche Auslandlager etwa alle zehn Jahre organisieren, war die Reise nach Kroatien für den Schwyzerstärn aussergewöhnlich. «Wir sind eine eher kleine Stadtpfadi», erklärt Lagerleiter Éric Bolliger, «da ist eine solche Reise das absolute Maximum.»

Mitte Juli ging es los: Mit drei Reisecars wurden die rund 150 Pfadfinder, zwischen 6 und 30 Jahre alt, nach Kroatien gefahren. Hinzu kam ein Lastwagen, der das nötige Material für das riesige Lager transportierte: Rund zehn Tonnen wogen die Utensilien – darunter Zelte, ­Pavillons und jede Menge ­Küchengerät. «Es gab sogar fliessendes Wasser, Duschen und solar­betriebene Kühlschränke», erzählt Bolliger.

Frische Motivation

Mittlerweile ist der Schwyzer­stärn wieder nach Bern zurückgekehrt; der Alltag der Pfadfinder wird nicht mehr durch Baden im Meer, sondern durch Schulunterricht dominiert. Und die Pfadi-Aktivität beschränkt sich wieder auf kleinere Aktionen, jeweils am Samstag in den verschiedenen Quartieren der Stadt Bern.

«Das Lager hat die Motivation innerhalb der Pfadi enorm gefördert.»

Éric Bolliger Schwyzerstärn-Lagerleiter

Dennoch: Das aussergewöhn­liche Lager habe seine Spuren in der Pfadi hinterlassen, erklärt Éric Bolliger. Besonders in den letzten Jahren hatte der Schwyzerstärn mit einem Nachwuchsproblem zu kämpfen. Immer weniger Kinder wollten der Pfadi beitreten. Das habe sich auf die Stimmung innerhalb des Korps ausgewirkt. «Das Lager hat die Motivation innerhalb der Pfadi enorm gefördert.»

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