«Peter Flamingo» soll Einstein-Terrasse beleben

Bern

Die Einstein-Terrasse auf der Grossen Schanze soll nach den gewalttätigen Übergriffen der vergangenen Jahre wieder belebt werden. Dafür sorgt die Bar Peter ­Flamingo.

Mit 150 Paletten, Pflanzen und einer Schiffscontainer-Bar sollen wieder Menschen auf die Einstein-Terrasse gelockt werden.
Claudia Salzmann@C_L_A

Im Sommer 2008 sorgte der City-Beach für Leben auf der etwas abseits stehenden Einstein-Terrasse auf der Grossen Schanze. Seither ist es dort wieder ruhiger. Zu ruhig, findet die Stadt Bern. Letzten Sommer gab es gar Übergriffe, weshalb die Stadtbehörden nun die Eventorganisatoren Mosaik angefragt haben, dort wieder «für Licht und Leben zu sorgen», wie Marc Heeb, Leiter der Gewerbepolizei, auf Anfrage bestätigt.

«Nach den Vorfällen wollen wir den Ort mit einem Pilotprojekt wieder beleben.» Dies soll mit einer Bar geschehen, die in den Monaten Juli und August täglich ab Mittag bis 0.30 Uhr offen sein soll. «Damit alle etwas davon haben, gibt es auch keine Konsumpflicht», so Heeb.

Geführt wird die Bar Peter ­Flamingo von Camil Schmid, Dominic Kummer und Christoph Leibundgut von Mosaik. Nach der Bewilligung haben sie letzte Woche einen Schiffscontainer in einem Lager in Ittigen umgebaut. «Für die Lounge setzen wir auf 150 Paletten, die wir zu Sofas umfunktionieren. Das Ganze dekorieren wir mit Kissen und Pflanzen», erklärt Schmid. Die Anfrage der Stadt habe ihn gefreut, und so habe er mit seinen Partnern ein passendes Konzept eingereicht, das vom Berner Gemeinderat einstimmig angenommen worden sei. Das bestätigt auch Heeb.

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Den Namen Peter Flamingo erklärt Schmid so: Der Flamingo sei ein gesellschaftstaugliches Tier, das weite Wege für die Nahrungssuche auf sich nehme. «Und der Name Peter, das kann jedermann sein. Deshalb ist auch jeder bei uns willkommen.»

Foodtrucks am Mittag

Voraussichtlich am Montag wird der Container von Ittigen auf die Grosse Schanze transportiert. Dort, wo die Bar zu stehen kommt, lässt es die Statik nicht zu, mit einem Lastwagen hinzufahren. Rund 100 Meter werden die Betreiber die Bar auf Panzerrollen zum Standort schieben müssen. 700 Quadratmeter gross wird das Areal der Bar sein. Anders als früher beim City-Beach werde es keine Absperrbänder geben. Noch ist der Container leer, doch es werden eine Ablage und eine kleine Küche installiert. «Aber fürs Mittagessen werden Foodtrucks vor Ort sorgen», erklärt Schmid weiter.

Die Einstein-Terrasse befindet sich neben der Universität, auf kantonalem Boden und in der Nähe des Hauptbahnhofs Bern, und mehrere Parteien mussten zuerst vom Konzept überzeugt werden: der Kanton Bern, die Grosse Schanze, die Universität, die SBB und eben die Stadt Bern. Das hat am Donnerstag nun geklappt Man nehme dabei auf die verschiedenen Bedürfnisse der Parteien Rücksicht, beispielsweise werden während der Prüfungszeit keine Events stattfinden, damit Studierende nicht gestört werden.

«Wir haben hier auch viele Nachbarn, die wir nicht stören wollen. Daher spielen wir vor ­allem Loungemusik, weil wir ­vorhaben, auch nächstes Jahr hier die Bar zu betreiben», sagt Schmid. Montags veranstalten sie ein Open-Air-Kino, ein Flohmarkt ist geplant, und auf der Bühne werden sporadisch Singer-Songwriter spielen. Sollte sich der Pilot bewähren, könne man das auch nächstes Jahr wieder durchführen, sagt auch Marc Heeb von der Gewerbepolizei. Und fügt an: «Ich freue mich schon auf das erste Feierabendbier.»

Eröffnung: Sa, 1. Juli, ab 14 Uhr.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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