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Per sofort freigestellt

Gemeindeschreiber Fredy Huber erlebt ein Déjà-vu: Nach Unstimmigkeiten ist er seine Stelle los.

Stephan Künzi
Fredy Huber musste auch in Müntschemier das Büro räumen.
Fredy Huber musste auch in Müntschemier das Büro räumen.
Tanja Buchser

Fredy Huber war gerade mal sieben Monate im Amt, seit ein paar Tagen ist er dies nicht mehr. Über ein Flugblatt gab der Gemeinderat von Müntschemier bekannt, dass er sich von seinem Gemeindeschreiber getrennt habe.

Huber sei «von seiner Funktion per sofort freigestellt worden», schrieb er in der kurzen Mitteilung. «Leider», wie er ausdrücklich festhielt.

Wie sich die Dinge wiederholen: Nur dreizehn Monate ist es her, da informierten die Behörden von Wünnewil-Flamatt ihre Bevölkerung in ähnlicher Art. Man habe sich von Gemeindeschreiber Fredy Huber getrennt und sei im gegenseitigen Einvernehmen übereingekommen, dass dies per sofort geschehe.

So ist es in Kaderpositionen wie jener des Gemeindeschreibers üblich, und die Wünnewiler Behörden fügten immerhin noch an: Huber habe sehr gute Arbeit geleistet, letztlich seien die Differenzen zwischen Gemeindeschreiber und Gemeinderat nicht mehr zu überbrücken gewesen.

«Wir haben uns auseinandergelebt», erklärte Präsident Andreas Freiburghaus mit Blick auf Hubers immerhin 13-jährige Tätigkeit für die Gemeinde.

Schlechtes Klima

Was nun ein gutes Jahr später an der neuen Stelle in Müntschemier zum Bruch geführt hat, lässt sich nur schemenhaft nachzeichnen. Gemeindepräsident Raynald Richard verweist auf sein Editorial im aktuellen «Müntschemier Info» und will sich darüber hinaus nicht mehr weiter äussern. In Zurückhaltung übt sich auch Huber selber, weil die Sache für ihn noch nicht endgültig ausgestanden sei.

Aus dem Editorial lässt sich immerhin schliessen, dass es um die Stimmung auf der Verwaltung schlecht bestellt gewesen sein muss. Richard schreibt, dass der Gemeinderat «mit viel Einsatz die Gemüter auf einen Nenner zu bringen» versucht habe. «Bedauerlicherweise blieb der erhoffte Erfolg aus.»

Das hatte insofern Folgen, als Finanzverwalterin Gabriela Hauri, die wie Huber ebenfalls erst Anfang April angefangen hatte, die Kündigung einreichte. «Geraume Zeit später kam der Gemeinderat zur Einsicht, dass die Leistungen des Gemeindeschreibers nicht den Erwartungen entsprachen», so Richard weiter. Was nun eben die Kündigung und sofortige Freistellung zur Folge gehabt habe.

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