Parlament will beim Schulhausumbau sparen

Köniz

Das alte Schulhaus Schliern wird saniert – jedoch für weniger Geld als ursprünglich geplant.

Das alte, von einem Brand teilweise zerstörte Schulhaus Schliern wird saniert. Foto: Urs Baumann

Das alte, von einem Brand teilweise zerstörte Schulhaus Schliern wird saniert. Foto: Urs Baumann

Christoph Albrecht

Eigentlich sind sich in Köniz alle einig: Das ehemalige Schulhaus Schliern, das 2013 durch einen Brand teilweise stark beschädigt wurde, muss saniert werden. Denn seit dem Feuer kann aus Sicherheitsgründen lediglich ein kleiner Teil der Räumlichkeiten genutzt werden. Die Ludothek musste nach dem Vorfall aus­ziehen, die Spielgruppe woanders untergebracht werden. Nur der Jugendtreff im Parterre und im Untergeschoss sind im Gebäude übrig geblieben.

3,2 statt 3,5 Millionen

Um das alte Schulhaus wieder neu zu beleben und zu einem Zentrum im Ortsteil zu machen, hat der Gemeinderat unlängst ein Projekt erarbeitet. Für 3,5 Millionen Franken wollte er die Räumlichkeiten sanieren und danach die Tagesschule zur neuen Hauptnutzerin des Gebäudes machen. Dies, weil die Tagesschule Schliern zuletzt stark gewachsen ist und der Raum am bisherigen Standort in der Schule Blindenmoos bald knapp wird. Nebst der Tagesschule soll es im umgebauten Schulhaus weiterhin auch Platz für andere öffentliche Nutzungen geben.

Am Montagabend hat sich das Parlament für die Sanierung ausgesprochen – allerdings unter der Bedingung, dass der Umbau günstiger ausfällt. In einem Antrag forderten die SVP und die Grünen eine Reduktion der Kosten um 300000 Franken. «Es gibt mir zu denken, wenn ein Projekt innert kurzer Zeit so viel teurer wird», kritisierte Kathrin Gilgen (SVP) mit Verweis auf den Betrag, der für das Sanierungsprojekt ursprünglich im Finanzplan einkalkuliert war. Damals war noch die Rede von rund 2,5 Millionen Franken. Die Mehrheit des Parlaments folgte dem Kürzungsantrag.

Forderung an Tagesschule

Nebst der Kostensenkung verlangten die Grünen zudem, dass die Tagesschule ihre Räume künftig am Abend und am Wochenende für andere öffentliche Nutzungen freigibt. «Teuer sanierter Raum muss geteilt werden und darf nicht leer bleiben», fand Dominique Bühler.

Tanja Bauer von der SP widersprach der Grünen jedoch vehement: «Das kann man von einer Tagesschule nicht verlangen.» Sie verwies auf den grossen Aufwand, der nötig wäre, wenn man die tagsüber von den vielenKindern genutzen Zimmer nach Feierabend immer freiräumen müsste. «Das ist rein technisch gar nicht möglich.» Das Parlament sah es wie die Sozialdemokratin und versenkte diesen Änderungsantrag.

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