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Panoramabus bleibt in der Garage

Aus für Stadtrundfahrten im Panoramabus: Weil das Geld knapp wurde, muss Vistatour den Betrieb per sofort einstellen.

TeleBärn-Video

Gerade neun Monate war der Panoramabus von Vistatour unterwegs. Er hat mehr als 4000 Bern-Interessierte vom Zentrum Paul Klee über den Bärenpark zum Westside Center gefahren. Via Bildschirm und Kopfhörer konnten die Touristen vieles über Berns Geschichte, Architektur und Musik erfahren.

Die Idee, die Stadtrundfahrt im Panoramabus anzubieten, stammte von Kathy Bieri. Sie hat viel Geld und Elan in diese Idee investiert und sie privat realisiert. Bieri: «Jetzt schaue ich auf zwei interessante und lehrreiche Jahre zurück.»

Kaum Japaner im Bus

«Bern Tourismus sah das neue Angebot als gute Ergänzung zu anderen Stadtrundgängen», so Kathy Bieri. Viele Berner und Europäer hätten die Rundfahrt besucht. Obwohl sie gut auf japanische Gäste vorbereitet gewesen sei, hätten diese noch gefehlt. Bis sich die Tour herumgesprochen habe, brauche es eben Zeit, sagt Bieri.

In vielen Hotels und bei Bern Tourismus lagen Flyer von Vistatour auf. Auch im Internet waren die Stadtrundfahrten auf der Homepage von Bern Tourismus und auf Bieris eigener Seite präsent. Doch die grossen Besucherzahlen blieben aus. Im Voraus habe ihr Bern Tourismus die aktive Vermarktung zugesichert: «Praktisch hatten wir dann nicht dieselben Vorstellungen, was es heisst, ein Produkt aktiv zu vermarkten. Ich habe mir gewünscht, dass diese private Initiative mehr Unterstützung finden würde, um in die zweite Saison starten zu können.»

«Schwer Fuss zu fassen»

Michael Keller von Bern Tourismus entgegnet, dass immerhin 20 Prozent der Billette bei Bern Tourismus gebucht worden seien. Bern Tourismus habe die Stadtrundfahrt als gute Ergänzung zu anderen Angeboten gesehen und versucht, Bieris Bedürfnisse so gut als möglich umzusetzen. Die eigene Stadtrundfahrt hatte Bern Tourismus vor sechs Jahren eingestellt, weil sie nicht rentabel war. Sie hätten Kathy Bieri darauf hingewiesen, dass sie mit ein bis zwei Jahren rechnen müsse, um Fuss zu fassen, so Keller. «Allgemein war das Jahr 2009 kein gutes Jahr für Stadtführungen.» Bern Tourismus verzeichnete 20 Prozent weniger Besucher.

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