Outlawz beerbt Kung Fu Burger

Veganes anstatt Fleisch: Im Kung Fu Burger an der Speichergasse zieht ein Nachfolger ein, der dem Zeitgeist entspricht.

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Claudia Salzmann@C_L_A

Veganer dürfen sich freuen: Das Pop-up-Projekt Outlawz Diner, das seit Ende Februar Fast Food auf der Schützenmatte bei der Reitschule auftischt, wird länger fortgeführt. Allerdings nicht an diesem Standort: Die Outlawz-Macher übernehmen das Restaurant Kung Fu Burger an der Speichergasse. Dieses suchte einen Nachmieter.

Einen seriösen Nachfolger zu finden, sei nicht einfach, sagt Arci Friede vom Kung Fu Burger. Deshalb gibt es nun eine Zwischennutzung: «Die Lösung mit Outlawz ist genau das, was wir uns gewünscht ­haben. Junge Gastronomen, die etwas ausprobieren», sagt ­Friede. Hauptmieter bleibt der Kung Fu Burger.

Einer der Gründe, warum er schliesse, sei die schwierige Sommersaison. «Das Lokal war schlicht zu dunkel. Wir wollen alles heller gestalten, dann sieht das aus wie ein heller Wintergarten», sagt Kevin Schmid, der Outlawz mit Zino Gemsch führt.

Zu den veganen Burgern, Nuggets und dergleichen, die sie auf der Schütz servierten, sollen neu auch «gesunde» Gericht dazukommen. Zudem werden sie Mittagsmenüs, Take-away und eigene Glacen anbieten.

Ab Juni bis nächsten Januar ziehen sie als Zwischennutzung an der Speichergasse ein. «Ob wir danach verlängern, wissen wir noch nicht», sagt Schmid. Dennoch ist es für Outlawz die erste fixe Adresse, Anfang 2018 starteten sie mit einem Foodtruck, den sie nun verkauft haben. Nach Projekten am Gurtenfestival und bei der Sommerbar Peter Flamingo auf der Einsteinterrasse ging es auf der Schützenmatte weiter. «Wir geben immer alles, auch wenn es nicht rentiert», sagt Schmid.

Erfolgreich auf der Schütz

Auf der Schütz ist die Rechnung aufgegangen: Seit Beginn sind sie abends ausgebucht. Ihr Lokal, eigentlich ein umgebauter alter Bus, ist nicht zu übersehen, diesen haben sie auf Container gehievt und zu einem Diner nach amerikanischem Vorbild umgebaut. Auch wenn das Geschäft abends brumme, laufe es am Mittag nur mässig. Das habe drei Gründe: «Einerseits wegen des schlechten Reservationstools, dann haben wir keine Mittagspreise, und wenn es brummt, sind wir nicht die Schnellsten», erzählt Schmid.

Nach dem Abschluss des Pop-up Ende Mai gibt es auf der Schütz dennoch Angebote für Veganer: Sabine Ruch tischt unter Grüner Gaumen in der Jurte bis im September tierproduktfreie Pizzas und Wraps auf.

Berner Zeitung

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