Zum Hauptinhalt springen

Ostermundigen sucht bereits 2017 nach neuer Pensionskasse

Die Gemeinde Ostermundigen sieht sich bereits nächstes Jahr nach einer neuen Vorsorgeeinrichtung um. So will es der Gemeinderat.

Der Ostermundiger Gemeinderat will in Sachen Pensionskasse nicht erst 2018 tätig werden.
Der Ostermundiger Gemeinderat will in Sachen Pensionskasse nicht erst 2018 tätig werden.
Beat Mathys

Nach dem Volksnein zu einer Finanzspritze für die angeschlagene Pensionskasse soll sich die Gemeinde Ostermundigen einer neuen Vorsorgeeinrichtung anschliessen. Anders als der Grosse Gemeinderat dies im Juni beschloss, will die Exekutive nicht erst 2018 entscheiden, sondern die Weichen schon nächstes Jahr stellen.

Das Risiko für die Steuerzahlenden wäre zu gross, etwa wenn die Ziele des Sanierungspfades nicht erreicht würden, kommt der Gemeinderat in einer Mitteilung von Donnerstag zum Schluss. Auch für die Mitarbeitenden erachtet er das Risiko als zu gross, so etwa wegen der Nullverzinsung des angesparten Kapitals.

Der Gemeinderat mahnte in seiner Mitteilung auch zu einer Versachlichung der Debatte. Die nächsten Schritte sollten mit Gelassenheit angegangen werden. Die Frage, ob und wie es mit der angeschlagenen Pensionskasse weitergeht, hatte jüngst die Emotionen hochgehen lassen.

Bolligen und Ittigen treten aus

Die Personalvorsorgestiftung Bolligen-Ittigen-Ostermundigen (PV BIO) befindet sich seit längerem in finanzieller Schräglage. Bolligen und Ittigen müssen die Sanierung mit Millionen mittragen, haben aber zugleich den Austritt aus der gemeinsamen Pensionskasse beschlossen.

Das Ostermundiger Parlament entschied im vergangenen Sommer, mindestens noch zwei Jahre allein im Boot zu bleiben. Das Volk sollte stattdessen Geld sprechen, nämlich 23,4 Millionen Franken für die Sanierung der Altlasten und 8,2 Millionen Franken für Abfederungsmassnahmen beim Personal.

Das rief Kritiker auf den Plan, die davor warnten, so viel Geld in die angeschlagene Kasse zu investieren. Ausserdem könne den Versicherten ein höherer Beitrag zugemutet werden.

Volk lehnte Finanzspritze ab

Ende November lehnte das Volk die Finanzspritze mit fast 60 Prozent Nein-Anteil ab. Das Nein bedeutete auch eine Absage an die für die Mitarbeitenden vorgesehene Abfederung. Ohne sie drohen Renteneinbussen von bis zu 30 Prozent.

Das gegnerische Komitee legte daraufhin in einem Sechspunkteplan seine Vorstellungen dar. Der Plan enthalte verschiedene interessante Elemente, schreibt der Ostermundiger Gemeinderat.

Ein sofortiger Austritt aus der PV BIOS, wie ihn die Gegner verlangten, sei aber aus rechtlichen Gründen nicht möglich. So sei etwa die Beschwerdefrist für die Abstimmung noch nicht abgelaufen.

SDA/nik

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch