Museumsnacht: Tschäppät und Wyss spielten Elefanten-Polo

Bern

Bei frühlingshaftem Wetter tummelten sich am Freitagabend Tausende an der Museumsnacht. Im Bellevue wurde operiert, im Naturhistorischen Museum Elefanftenpolo und im Kunstmuseum Ping Pong gespielt.

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Am Freitagabend machte sich wiederum «tout Berne» auf die Socken durch Sammlungen, Depots und Archive. Dabei gab es für die Nachtschwärmer reichlich Unterhaltung.

Bereits am frühen Abend hatten sich bei frühlingshaften Temperaturen vor den grossen Museen teilweise lange Schlangen gebildet. Bis zum Ende der 14. Museumsnacht um 2 Uhr wurden 90'000 Eintritte registriert, wie die Organisatoren mitteilten.

Sie sprachen von einem «vollen Erfolg». Die Museumsnacht blieb allerdings deutlich hinter den Werten aus den Vorjahren zurück, als rund 107'000 Eintritte verzeichnet wurden.

Das Highlight in diesem Jahr war das Hotel Bellevue, wo das Inselspital zu Gast war. So konnten die Besucher etwa bei Live-Operationen zuschauen - natürlich nur an Puppen oder an einer Peperoni. Die Berner zeigten sich begeistert, man musste sich regelrecht durch die Massen kämpfen, um den Ärzten einen Blick über die Schulter werfen können.

‹Fussball› mit Laubbläsern

Im Naturhistorischen Museum drehte sich alles um Elefanten. So wurde jeder Besucher an der Museumsnacht gewogen - mit dem Ziel, das Gewicht von 100 Elefanten zu erreichen. Und im Garten des Museums wurde das sogenannten Elefantenpolo gespielt. Eine Art Fussball, bei der der Ball nicht gekickt, sondern mit einem Laubbläser ins Tor befördert werden muss - mit prominenten Spielern wie Stadtpräsident Alexander Tschäppät oder Gemeinderätin Ursula Wyss.

Tschäppät gibt alles beim Elefantenpolo.

Die Nationalbibliothek nahm sich das 100-Jahr-Jubiläum der literarisch-künstlerischen Dada-Bewegung zum Anlass, um die Kreativität der Besucher zu kitzeln. An der Soirée des Fliegenfangs können sie beispielsweise selbst kreierte Dada-Gedichte in die Welt hinaus rufen.

Kunstmuseum und Zentrum Paul Klee boten Fernöstliches, passend zur Ausstellung «Chinese Whispers», die Einblick in das zeitgenössische chinesische Kunstschaffen bietet. Neben Kurzführungen durch die Ausstellung konnten sich die Bernerinnen in der chinesischen Kampfkunst Tai Chi üben, asiatischen Märchen lauschen oder sich mit Shanghai-Streetfood stärken.

Das Konzert der Hongkong-Chinesin Jamie Wong-Li aus Bern im Kunstmuseum

Wasserspiel mit musikalischer Untermalung

Die Hochschule der Künste kreierte ihre ganz eigene Wassermusik. Das Wasserspiel wurde für einmal von einem klassischen Pianisten auf einem Flügel betätigt, und so wurden Klavierklänge in Wasserfontänen umgewandelt.

Das musikalisch untermalte Wasserspiel auf dem Bundesplatz.

Das Museum der Kommunikation liess seine Besucher für einmal alt aussehen: In einer Fotobox konnten Neugierige erfahren, wie sie mit 80 vielleicht einmal aussehen werden. Über 70 Jahre alte Senior-Guides führten durch das Museum, und der preisgekrönte Wortkünstler Pedro Lenz erzählt Geschichten übers Älterwerden.

Wie immer standen auch verschiedene Berner Wahrzeichen offen, darunter das Bundeshaus, die Heiliggeistkirche oder der Zytglogge-Turm. Im Medienzentrum des Bundeshauses waren Fotos der Bundeshausfotografen zu sehen. Bundesratssprecher André Simonazzi erläuterte den Neugierigen den Ablauf einer Medienkonferenz des Bundesrats.

Berner Zeitung

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