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Operation Frauenklinik ist nur mit einem Ersatzspital möglich

1,3 Millionen hat die notdürftige Sanierung der Baumängel an der Berner Frauenklinik bisher gekostet. Es wird noch viel teurer. Die Südfassade muss praktisch neu gebaut werden. Grosse Teile der Klinik müssen in dieser Zeit ausziehen. Es wird ein Ersatzspital errichtet.

Neben der Frauenklinik (links) wird für die Umbauzeit ein Ersatzspital errichtet. Der zweistöckige Bau liegt auf dem Gelände des heutigen Parkplatzes und wird über eine Passerelle mit dem Frauenspital verbunden.
Neben der Frauenklinik (links) wird für die Umbauzeit ein Ersatzspital errichtet. Der zweistöckige Bau liegt auf dem Gelände des heutigen Parkplatzes und wird über eine Passerelle mit dem Frauenspital verbunden.
Urs Lindt

Das Fazit von Bauexperten ist vernichtend: Die vom Kanton Bern geplante und gebaute Frauenklinik sei eine «Fehlkonstruktion». Die im Jahr 2002 auf dem Areal des Inselspitals eröffnete Klinik «hätte so nie gebaut werden dürfen», sagte gestern der Direktor Betrieb der Insel, Bernhard Leu. 1,3 Millionen Franken hat das Inselspital bereits ausgegeben, um die Baumängel notdürftig zu beheben und die Sicherheit der Frauenklinik zu gewährleisten. Doch das ist erst der Anfang, wie nach der gestrigen Medienorientierung klar ist: Die Südfassade des Baus muss komplett saniert werden. Dafür muss sie teilweise aufgerissen werden. 10 bis 12 Millionen Franken würden diese Arbeiten kosten, rechneten die Insel-Vertreter vor. Dazu kommen heute noch nicht abschätzbare Ausgaben für den Bau eines Ersatzspitals. Denn während der zwölf bis fünfzehn Monate dauernden Sanierung wird der Betrieb der Frauenklinik derart gestört, dass grosse Teile ausziehen müssen. «Ein Ersatzspital zu bauen, ist aufwendig. Aber es ist die einzig vernünftige Lösung, um die medizinische Versorgung sicherzustellen», betonte Insel-Verwaltungsratspräsident Peter Rychiger.

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