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Oft eine Frage der Ehre

Bei kleinen Gerichtsfällen geht es häufig weniger um die Sache als um die Ehre oder das Prinzip, sagt Christine Schaer, Richterin und Geschäftsführerin am Regionalgericht Bern-Mittelland.

Einzelrichterin Christine Schaer beschäftigt sich an einem «normalen» Arbeitstag vor allem mit Verkehrs- und Drogendelikten oder Schlägereien.
Einzelrichterin Christine Schaer beschäftigt sich an einem «normalen» Arbeitstag vor allem mit Verkehrs- und Drogendelikten oder Schlägereien.
Susanne Keller
Tätliche Auseinandersetzungen: Manchmal endet sogar ein nicht erwiderter Gruss vor der Einzelrichterin.
Tätliche Auseinandersetzungen: Manchmal endet sogar ein nicht erwiderter Gruss vor der Einzelrichterin.
Keystone
Im Strassenverkehr können manchmal harmlose Situationen völlig aus dem Ruder laufen.
Im Strassenverkehr können manchmal harmlose Situationen völlig aus dem Ruder laufen.
Keystone
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Frau Schaer, was mögen Sie lieber: Die kleinen Fälle, über die sie als Einzelrichterin urteilen, oder die grossen Fälle vor dem Kollegialgericht?

Christine Schaer: Das kann ich nicht sagen, denn es hat bei den kleinen wie bei den grossen Fällen spannende Aspekte. Vor Jahren leitete ich mehr Kollegialgerichte, da sehnte ich mich ein bisschen zurück nach den kleinen Fällen. In diesen kann man noch mehr mit den Leuten im Gerichtssaal nach einer guten Lösung suchen, anstatt einfach das Hämmerchen zu nehmen und zu sagen: So ist es. Im Kollegialgericht ist der Ablauf eines Prozesses mehr vorgegeben.

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