Offensive zu offensiv?

Der Stadtrat verdoppelt den Kredit fürdie Förderung des Langsamverkehrs auf 2,45 Millionen Franken jährlich. Trotz einpaar Misstönen.

1,2 Millionen Franken mehr beträgt neu der Kredit vom Stadtrat für die Promotion des Velo- und Fussgängerverkehrs in der Stadt Bern

1,2 Millionen Franken mehr beträgt neu der Kredit vom Stadtrat für die Promotion des Velo- und Fussgängerverkehrs in der Stadt Bern

(Bild: Claudia Salzmann)

Logisch war die Erhöhung des jährlichen Kredits für die Promotion des Velo- und Fussgängerverkehrs von derzeit 1,25 Millionen auf 2,45 Millionen Franken pro Jahr im Lager der rot-grünen Mehrheit des Stadtparlaments unbestritten. Schliesslich handelt es sich um die von Gemeinderätin Ursula Wyss (SP) vorangetriebene Grossoffensive für den Langsamverkehr.

Bemerkenswert ist trotzdem, dass die kritischen Stimmen selbst bei grundsätzlich velo­freundlichen Parlamentariern dezidierter werden. Der Jungfreisinnige Thomas Berger etwa stört sich daran, dass es kaum möglich sei, sich einen Überblick über die Gesamtkosten der Velooffensive zu verschaffen. Unwohl ist auch Milena Daphinoff (CVP): Dass die Velooffensive von 2018 bis 2021 mit einer 750 000 Franken teuren Kommunikationsoffensive gefördert werden müsse, hält sie für zu offensiv.

Apropos Offensive: Gemäss dem vom Stadtrat abgesegneten Geschäft wird die Velooffensive nahtlos in eine Fussverkehrsoffensive übergeben. Das Volumen der Fördergelder, die der Fussmobilität zugutekommen, wird sich in den nächsten Jahren verfünffachen.

jsz

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