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Nur Rang 2 – Trotzdem feiern YB-Fans ihre Bierprinzessin

YB-Fans hatten sich zum Ziel gesetzt, Sophie Wirth zum Titel der Toggenburger Bierprinzessin zu verhelfen. Trotz Support via Internet- und Saal-Voting reichte es nur zu Platz 2. Dafür wurde die «Berner Prinzessin» von den YB-Fans reichlich beschenkt.

Die YB-Bierprinzessin wurde von den Fans an ein Spiel der Gelb-Schwarzen eingeladen.
Die YB-Bierprinzessin wurde von den Fans an ein Spiel der Gelb-Schwarzen eingeladen.
Claudia Salzmann
Davor zeigten sie ihr die Stadt Bern. Hier beim kurzen Halt am Zytglogge.
Davor zeigten sie ihr die Stadt Bern. Hier beim kurzen Halt am Zytglogge.
Claudia Salzmann
Im Vorfeld bekam sie von den YB-Fans 6540 Stimmen im Online-Voting.
Im Vorfeld bekam sie von den YB-Fans 6540 Stimmen im Online-Voting.
zvg/bierprinzessin.ch
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Alle zwei Jahre wird in der Ostschweiz die Toggenburger Bierprinzessin gewählt als Repräsentantin der Brauerei St. Johann. Die diesjährige Wahl ragte bereits im Vorfeld aus all den unzähligen regionalen Miss-Wahlen heraus und fand schweizweit Beachtung. Grund dafür waren YB-Fans, die in ihrem Fan-Forum dazu aufgerufen hatten, der 20-jährigen Thurgauerin Sophie Wirth zum Wahlsieg zu verhelfen. Am Samstagabend ging die Wahl nun über die Bühne. Trotz des massiven Berner Supports schaffte es Sophie Wirth jedoch nur auf Platz 2.

Hätten nur die Online-Stimmen gezählt, so wäre die Thurgauer Studentin den anderen 9 Kandidatinnen haushoch überlegen gewesen. Während ihre Konkurrentinnen zwischen 200 und 900 Stimmen einheimsten, schoss Sophie Wirth dank der Unterstützung aus Bern mit ihren 6540 Stimmen regelrecht durch die Decke. Dumm nur, dass die Online-Voten nur zu einen Drittel zählten. Mehr Gewicht erhielten die Saal-Stimmen der rund 150 Anwesenden. Um auch vor Ort ihre Favoritin zu unterstützen, reisten 17 YB-Fans mit einem Bus in die Ostschweiz. Doch am Ende reichte auch das nicht aus.

Wobei gesagt werden muss, dass die Organisatoren das Wahlprozedere den Umständen angepasst hatten. Damit die Wahl wegen der YB-Kampagne nicht bereits im Vorfeld entschieden gewesen wäre, wurde den Online-Stimmen zusätzlich die Durchschlagskraft entzogen. Denn die Siegerin der Stimmen im Internet (also Sophie Wirth) erhielt für den Wahlabend 10 Stimmen, die Zweitplatzierte 9, usw., was natürlich den grossen Vorsprung der «Berner» Kandidatin massiv eindämmte.

Nichtsdestotrotz war es für Sophie Wirth eine unvergessliche Wahlnacht, die sie noch mit den YB-Fans ausklingen liess. Im Interview erzählt sie davon:

Sophie Wirth, sollen wir zum 2. Platz gratulieren oder doch eher Bedauern ausdrücken, dass es nicht ganz zum Bierprinzessinnen-Titel gereicht hat?

Sophie Wirth: Ich bin sehr glücklich mit dem 2. Platz. Aber natürlich tut es mir auch leid für die YB-Fans, dass ich sie enttäuschen musste. Deren Support war einfach der Hammer!

Dass es die YB-Kandidatin lediglich auf Platz 2 schafft, entbehrt für Fans der Young Boys nicht einer gewissen Ironie. Sind Sie sich dessen bewusst?

Ja, die angereisten YB-Fans haben mir am Samstag gesagt, dass sie dieses Gefühl sehr gut kennen. Deshalb sei es nicht so schlimm.

Was haben Sie eigentlich damals gedacht, als Sie von dem ungewöhnlichen Support aus der Bundesstadt hörten?

Ich war zuerst etwas verwirrt, fands dann aber mega lustig. In den letzten Wochen sprachen mich viele Leute darauf an, und auch die Medien begannen sich für mich und die Wahl zu interessieren.

Wie war die Stimmung am Samstagabend im Brauereisaal in Neu St. Johann (SG)?

Super! Die 17 angereisten YB-Fans haben mit ihrem Jubel für mich ordentlich Stimmung gemacht. Ich fühlte mich sehr gut unterstützt.

Wie haben Sie sich bei den Berner Fans bedankt?

Ich wollte meinen Fans unbedingt meine Solidarität zeigen, also hat mir mein Vater einen YB-Pin besorgt, den ich während des ganzen Wahlabends getragen habe.

Haben Sie sich nach der Wahl mit Ihren Anhängern getroffen?

Ja, ich habe noch eine Weile mit ihnen geplaudert und für Fotos posiert. Sie haben mir ausserdem einen Bierhumpen und ein YB-Shirt geschenkt. Auf der Rückseite des Trikots steht «D Sophie isch eini vo üs». Das fand ich sehr nett. Das YB-Fangrüppli war äusserst lustig und sympathisch.

Haben die YB-Anhänger Ihnen eigentlich verraten, warum gerade Sie auserkoren wurden?

Einer hat mir gesagt, ich würde eine angenehme Natürlichkeit ausstrahlen. Ausserdem hätte ich auf dem Wahlfoto etwas den Anschein erweckt, als würde ich mich unter Wert verkaufen, obwohl ich sehr viel Potential hätte. Das habe sympathisch gewirkt.

Werden Sie mal ins Wankdorf an einen YB-Match gehen?

Das habe ich vor. Zumindest haben mich die YB-Fans eingeladen, einmal mit ihnen in der Fankurve eine Partie mitzuverfolgen.

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