Nur befristet Geld fürs Energiesparen

Bremgarten

Das Energiestadt-Label ist in Sicht. An der Gemeindeversammlung Bremgarten wurde kritisiert, das Label zu sichern, koste zu viel. Das Geschäft wurde beinahe zurückgewiesen, der Betrag ist nun zeitlich begrenzt.

Die Gemeinde Bremgarten bestückt die Strassenlampen mit LED-Leuchten.

Die Gemeinde Bremgarten bestückt die Strassenlampen mit LED-Leuchten.

(Bild: Fotolia)

Es war knapp. So knapp, dass ein Stichentscheid nötig wurde. Die Gemeindeversammlung Bremgarten war seit einer Stunde im Gang, als es um einen jährlichen Betrag von 70'000 Franken für Energiesparmassnahmen ging. Damit sollte bis 2021 das Energiestadt-Label bestätigt werden, welches Bremgarten im Herbst voraussichtlich erhält.

Aus der Versammlungsmitte wurde aber Kritik laut. Nach der Bereinigung mehrerer Anträge wurde über den Rückweisungsantrag von Hans Ulrich Blaser ­abgestimmt. Er hatte zuvor gemahnt, Bremgarten müsse mit den finanziellen Mitteln sorgfältig umgehen, besonders, weil teure Projekte anstünden. 33 Anwesende wollten das Geschäft zurückweisen, 33 stimmten für den Antrag des Gemeinderates. Ralf Koschmann, Präsident der Gemeindeversammlung, stutzte einen Augenblick. «Das ist jetzt neu für mich», bekannte er und gab den Stichentscheid – gegen die Rückweisung .

Damit war die Sache aber noch nicht erledigt. Denn mehrere Votanten forderten eine zeitliche Beschränkung des Betrags. Der Antrag, die 70'000 Franken nur bis Ende der Legislatur – also 2019 – zu genehmigen, wurde mit 47 zu 19 Stimmen gutgeheissen. Die Schlussabstimmung ergab ein grosses Mehr bei einer Gegenstimme für die befristeten Energiesparbeträge.

Bremgarten unternimmt schon seit einiger Zeit Anstrengungen im Energiebereich. Die Gemeinde bezieht zum Beispiel Ökostrom, ist daran, Strassenlampen mit LED-Leuchten zu bestücken und prüft die Gemeindegebäude auf Energiesparpotenzial. Auf diesem Weg wollte der Gemeinderat weitergehen. Dafür sollte der jährliche Betrag reserviert sein.

An der Gemeindeversammlung setzten sich nebst Kritikern auch Bürgerinnen und Bürger für den Kurs des Gemeinderates ein. Die nachhaltige Energienutzung sei wichtig, sagte eine Frau. «Denn wir müssen auch an un­sere Kinder und Kindeskinder denken.»

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...