Noch mehr Emotionen in Wileroltigen

Wileroltigen

Aktion ge­gen die Gegner des Transitplatzes für ausländische Fahrende in Wileroltigen: Ihr Plakat wurde heruntergerissen und verschmiert.

Versprayt und am Boden zerstört: Plakat gegen den Transitplatz.

Versprayt und am Boden zerstört: Plakat gegen den Transitplatz.

(Bild: zvg)

Stephan Künzi

Buchstäblich am Boden zerstört lag das Plakat am Sonntag da. Unbekannte hatten die Holzkonstruktion niedergerissen, mit der die Wileroltiger ihr Nein zum Transitplatz für ausländische Fahrende in die Landschaft hinaustrugen. Ihre Botschaft «Fahrende, fahrt weiter» war um eine Gegenbotschaft ergänzt worden. «Fuck SVP» – und: «031».

Für die JSVP Grund genug, in einem Communiqué gegen «die linksextreme Gruppierung 031 aus dem Umfeld der Berner Reithalle» zu wettern. Auf die Frage, ob nicht auch sonst jemand die Zahl so hätte hinschmieren können, antwortet Co-Präsident Nils Fiechter: Das Muster der Sprayereien passe «definitiv» in dieses Umfeld. Linke Kreise hätten zudem im Internet mit «heftigen Entgleisungen und Nazivorwürfen» auf die Kritik der JSVP am Transitplatz reagiert.

Online gehen die Emotionen in der Tat hoch. Dass das Komitee gegen den Transitplatz mit einer Löschaktion gegen rassistische Voten auf seiner Facebook-Seite vorging, reichte nicht. Am Wochenende musste es die Website ganz stilllegen. Wie in dieser aufgeheizten Stimmung der Info­anlass von nächstem Montag über die Bühne gehen soll, bleibt offen. Man werde in den nächsten Tagen die Sicherheitslage defi­nitiv beurteilen und dann entscheiden, so Gemeindepräsident Christian Grossenbacher.

Berner Zeitung

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