Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

«Nicht jeder schöne Ort braucht eine Bar»

Brachenaktivist: Markus Flück auf der Centralweg-Brache in der Berner Lorraine.

Herr Flück, Sie thematisieren in der Veranstaltungsreihe Zwischending/Zwischendrin unter anderem, dass Pop-up-Bars den öffentlichen Raum «unter einen konstanten, unschein­­baren Konsumzwang» stellen. Ist das nicht etwas übertrieben?

Sondern?

Hat es in Bern denn nicht immer noch viele ruhige Orte, gerade auch entlang der Aare?

«Wenn Pop-ups nur noch Bars für hedonistische 25- bis 40-Jährige sind, läuft etwas falsch.»

Markus Flück

Bei der Grossen Schanze habe die Belebung einen Angstort sicher gemacht, hiess es. Was sagen Sie dazu?

Ist es nicht einfach so, dass Orte wie die Warmbächli-Brache oder der Vorpark, wo Sie sich engagieren, durch die Pop-up-Bars unter Druck geraten?

Was entgegnen Sie aufs liberale Gegenargument, dass der Markt entscheidet, wann es genug Pop-up-Bars hat?

Ist Ihres Erachtens der Zenit bereits erreicht, oder sagen Sie dies auch warnend?

Wie ist denn die Vielfalt des Publikums im Warmbächli oder im Vorpark?

Mit welchem provisorischen Ergebnis?

Ist die Warmbächli-Brache mit ihrem herben Charme nicht ebenso abschreckend für ein gewisses Publikum wie Pop-up-Bars für andere?

Wie intensiv wurde versucht, Leute zu erreichen, die auf den ersten Blick abgeschreckt sind?

«Man muss fragen, ob eine Aufwertung auch für die Quartierbevölkerung eine ist.»

Markus Flück

Und auf die Entdeckung folgt die Aufwertung?

Am Wochenende geht die Theatergruppe Trois Pattes dem Thema «Zwischennutzung zur Aufwertung, Ausgrenzung und Überwachung» nach. Was ist davon zu erwarten?

Und das reicht, um der Verdrängung im Quartier etwas entgegenzusetzen?