Neues Wirtepaar am Tennisplatz

Bern

Ex-Pyri-Wirtin Emmanuelle Gullotti und Musiker Tevfik Kuyas eröffnen in der Länggasse ein eigenes Lokal.

Musiker Tevfik Kuyas und Gastronomin Emmanuelle Gullotti auf der Terrasse der «Matchbox».

Musiker Tevfik Kuyas und Gastronomin Emmanuelle Gullotti auf der Terrasse der «Matchbox».

(Bild: Beat Mathys)

Claudia Salzmann@C_L_A

Wer im Tennisclub Neufeld spielt, hat sich so manche Pause auf der Terrasse des Holzhäuschens gegönnt, den Bällen nachgeschaut und die Sonne untergehen sehen. Erfrischungen und Verpflegung kamen aus dem Bistro, welches ab Freitag unter neuer Führung von Emmanuelle Gullotti und Tevfik Kuyas läuft.

Passend zum Tennisclub haben sie es «Matchbox» getauft. Die beiden sind privat ein Paar, nun auch zusammen zu arbeiten, darauf freuen sie sich. «Wir hatten einen kleinen Testlauf im Café Pyrenées in den letzten Monaten, der gut klappte», sagt Gullotti.

Kochtalent des Musikers

Im «Pyri» war die 39-Jährige zuletzt Co-Leiterin, hat 15 Jahre Gastroerfahrung und fungiert als Gastgeberin. Die Küche ist Kuyas Reich. Er war 15 Jahre lang im Les Amis tätig, am Schluss als Koch im «Pyri», aber eigentlich kennt man ihn als Bassist von Oli Kehrli und den Tequila Boys. «Als ungelernter Koch etwas zu finden, ist schwierig. Diese Lösung ist perfekt», sagt der 44-Jährige.

Für ihn geht mit dem eigenen Lokal ein Traum in Erfüllung. «Er kocht sehr lecker», schwärmt seine Partnerin Gullotti. Bei einem privaten Abendessen kam das Paar zu dieser Lokalität. Der Tennisclub-Präsident mochte Kuyas Essen derart, dass er ihnen das Clubbistro anbot. Vorher hiess es «Trallala», das nun ins Wylerquartier umgezogen ist (siehe Kasten).

Im 20-plätzigen Bistro haben die neuen Betreiber Wände in Petrolfarbe gestrichen, die Holzbar abgeschliffen – der Raum macht einen frischen Eindruck. Das Haus wird beim Bau der neuen Schwimmhalle mit einem Neubau ersetzt. «Wir könnten das neue Lokal auch wieder übernehmen. Doch momentan geht es um die Matchbox», sagt Kuyas.

Tennisplatz als Bühne

Am heutigen Fest trumpfen sie mit Cocktails, Paella und Hot Dogs auf. Auf dem Spielfeld wird eine Bühne für die Live-Musik aufgebaut. Spielen wird beispielsweise Dennerclan aus Basel. «Der Frontmann ist ein Ereignis», sagt Kuyas. Auch künftig planen sie Veranstaltungen, Lesungen oder Konzerte zu Mehrgängern.

Der Tennisclub schreibe ihnen praktisch nichts vor, lediglich müssen sie von 17 bis 22 Uhr offen haben. Den Rest bestimmen sie selber und kredenzen mediterrane «Savouries» wie Hummus, Pulpo, gratinierter Ziegenkäse oder Mergues, aber auch einige Hauptgänge. Wer lieber Cocktails trinkt, tut das bei Sonnenuntergang. Gullotti meint: «Ich stelle mir manchmal vor, das gleich hinter dem Horizont das Meer liegt, es ist wunderbar.»

Berner Zeitung

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