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Neues Berner vonRoll-Hochschulzentrum eingeweiht

Zwanzig Jahre nach der Unitobler ist am Freitag in Bern erneut ein Hochschulzentrum auf einem ehemaligen Industriegelände eingeweiht worden.

Vom Industrieareal zum Bildungsstandort: Für den Bau hat der Grosse Rat einen Kredit von 236 Millionen Franken genehmigt. Dieser Kreditrahmen wird unterschritten, hiess es an der gestrigen Einweihungsfeier.
Vom Industrieareal zum Bildungsstandort: Für den Bau hat der Grosse Rat einen Kredit von 236 Millionen Franken genehmigt. Dieser Kreditrahmen wird unterschritten, hiess es an der gestrigen Einweihungsfeier.
Keystone

Gemeint ist das vonRoll-Areal in der hinteren Länggasse, das nun der Uni Bern und der Pädagogischen Hochschule (PH) Bern dient.

Die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer sagte am Freitagnachmittag bei der Einweihungsfeier, die Architektur des Campus sei ganz auf die Bedürfnisse des heutigen Lehrbetriebs ausgerichtet.

Entstanden sei eine «Lernlandschaft», welche Kreativität zulasse, Eigeninitiative und Teamfähigkeit fördere. Sie hätte ihre Studienzeit gern in einem solchen Gebäude verbracht.

Der bernische Erziehungsdirektor Bernhard Pulver sagte vor schätzungsweise 300 Gästen und Studierenden, er sei begeistert vom neuen Zentrum. Bildung brauche in verschiedener Hinsicht Raum - er sei froh, dass die Bildung hier in guten Räumen stattfinde.

Das vonRoll-Hochschulzentrum ist Studienort für 4500 Studierende und Arbeitsplatz für 850 Angestellte von Uni Bern und Pädagogischer Hochschule. Letzterer erlaubt der neue Standort, mehrere bisher über die ganze Stadt Bern verteilte Ausbildungsstätten an einem Ort zu konzentrieren.

Riesen-Bibliothek und eigene Velostation

Anlass für die Einweihungsfeier war der Umstand, dass das wichtigste Bauwerk auf dem Campus, das 107 mal 80 Meter messende Institutsgebäude, Mitte September mit dem neuem Studienjahr in Betrieb genommen wurde. Andere Gebäude auf dem Areal werden schon seit Längerem benutzt.

Das Institutsgebäude ist ein imposantes Bauwerk mit vielen Seminarräumen, Büros und der nach Uni-Angaben grössten Fachbibliothek der Schweiz. Darunter befindet sich der Zentralspeicher der Universitätsbibliothek mit Büchertablaren von total 84 Kilometern Länge.

Auch eine bequem über eine Rampe erreichbare, gedeckte Velostation mit 1000 Abstellplätzen, Schliessfächern und Velowerkstatt gibt es, wie sich am Freitag bei einem Rundgang für Medienschaffende zeigte. Diese Velostation wird vom Kompetenzzentrum Arbeit der Stadt geführt - so wie die anderen Velostationen in Bern.

Speziell am neuen Institutsgebäude ist auch, dass sich die Mensa im 2. Untergeschoss befindet. Wegen dieser Lage habe der Bund, der den von der Universität genutzten Teil des Gebäudes mitfinanziert hat, seinerzeit Bedenken angemeldet, sagte Susanna Krähenbühl, Betriebsprojektleiterin bei der Uni Bern.

Der Bund liess sich schliesslich vom Argument überzeugen, dass man in einer Mensa nicht so viel Zeit verbringt. Die übrigen Räume des Gebäudes erhalten viel Tageslicht - auch die grosse, 90 Meter lange Bibliothek. Das Gebäude wurde im Minergie-P-Eco-Standart gebaut.

Krähenbühl sagte vor den Medien, das neue Gebäude weise «erstaunlich wenige Kinderkrankheiten» auf. «Dass man die Fenster öffnen kann, hilft bei der Akzeptanz.»

Kredit wird unterschritten - Tag der Offenen Tür

236 Millionen Franken genehmigte der bernische Grosse Rat vor mehreren Jahren für den Umbau des vonRoll-Areals, wo Arbeiter jahrelang Industriekrane und Sesselbahnen zusammenschraubten oder Eisenbahnweichen herstellten. Dieser Kreditrahmen werde unterschritten, gab die kantonale Baudirektion am Freitag bekannt.

Die Universität Bern hat im Sommer eine Fakultät und ein Departement aufs neue Gelände verlegt, die PH Bern führt in der hinteren Länggasse nun alle Grundbildungsinstitute.

An einem Tag der Offenen Tür können am (morgigen) Samstag Interessierte zwischen 10 und 18 Uhr die neuen Räumlichkeiten entdecken. Uni Bern und PH Bern haben ein reichhaltiges Programm mit Workshops, Experimenten, Spielen, Konzerten, Führungen und mehr zusammengestellt.

SDA/mas

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