Neues Amt für Barbara Egger?

Der Gemeinderat entscheidet erst 2017, wer das Präsidium von Konzert Theater Bern übernimmt. Als neue Favoritin gilt Barbara Egger. Doch das gefällt nicht allen Stiftungsräten.

Barbara Egger käme für die Nachfolge von Benedikt Weibel in Frage. Allerdings muss sie erst ihre Legislatur als Regierungsrätin beenden.

Barbara Egger käme für die Nachfolge von Benedikt Weibel in Frage. Allerdings muss sie erst ihre Legislatur als Regierungsrätin beenden.

(Bild: Keystone)

Am Montag hat der Stiftungsrat von Konzert Theater Bern seine letzte Sitzung in diesem Jahr. Und noch immer ist nicht klar, wer auf den abtretenden Präsidenten Benedikt Weibel folgen wird. Längst löst die Personalie auch im Stiftungsrat nur noch Kopfschütteln aus. Ein Jahr lang verpasste es die Stadt als Hauptsubventionsgeberin, eine Person zu bestimmen, Kronfavorit Marcel Brülhart sprang derweil ab. Gestern nahm die skurrile Geschichte eine weitere Wendung.

Einerseits teilte der Gemeinderat mit, er wolle den Entscheid der neuen Stadtregierung überlassen und auf 2017 vertagen. Andererseits meldete der «Bund», der Gemeinderat wolle das Präsidium mit Barbara Egger besetzen, die 2018 als Regierungsrätin abtritt. Das indes war selbst dem Stiftungsrat neu. Entsprechend irritiert zeigt man sich im Gremium, das die langjährige Stiftungsrätin Katrin Diem vorgeschlagen hatte.

Interimpräsidentin Diem?

Würde die Wahl auf Egger fallen, wäre eine Interimslösung notwendig. Ob sie dafür bereitstehen würde, konnte Katrin Diem gestern nicht sagen. «Bevor ich mir darüber Gedanken mache, möchte ich vom Gemeinderat in­formiert werden», sagte die 69-Jährige auf Anfrage. Diem, heisst es im Stiftungsrat, sei ohnehin als Übergangslösung für ein bis zwei Jahre gedacht gewesen.

Treffen im Januar

Durch die weitere Verzögerung steht Konzert Theater Bern ab Januar ohne Präsidium da. Ein Problem sei das nicht, sagt Vizepräsident Marcel Brülhart. «Im Stiftungsrat sitzen erfahrene und engagierte Persönlichkeiten, die bereit sind, sich in einer Übergangsphase noch stärker zu engagieren.» Nicht nur Brülhart, auch andere Mitglieder des Gremiums halten es für eine «gute Entscheidung», dass der Gemeinderat die Wahl auf 2017 vertagt hat, um in der verfahrenen Situation die beste Lösung zu suchen.

Zu konkreten Namen will sich Brülhart nicht äussern. «Wahlvorschläge besprechen wir mit dem Gemeinderat, nicht in der Öffentlichkeit. Dies betrifft auch die Frage einer allfälligen Übergangspräsidentschaft.» Schon jetzt ist klar, dass die Variante Barabara Egger im Gremium nicht auf ungeteilte Zustimmung stösst. Ein Stiftungsrat sagt hinter vorgehaltener Hand, die Suche müsse noch einmal ausgeweitet werden. Für Gesprächsstoff ist also gesorgt. Im Januar will sich die Stadtregierung mit dem Stiftungsrat treffen, um die Personalie zu besprechen.

tpu/sda

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