Neuer Kreisel gegen den Stau

Ittigen

Die Talgut-Kreuzung in Ittigen soll attraktiver werden. Eine neue Studie sieht dort einen Kreisel vor, der den Verkehr flüssiger machen soll. Zudem ist geplant, die Station Ittigen auszubauen. Die Mitwirkung zu den Plänen läuft.

Strassen, Ampeln, Barriere: Die Kreuzung beim Talgutzentrum Ittigen ist oft überlastet. Ein Kreisel soll Abhilfe schaffen.

Strassen, Ampeln, Barriere: Die Kreuzung beim Talgutzentrum Ittigen ist oft überlastet. Ein Kreisel soll Abhilfe schaffen.

(Bild: Andreas Blatter)

Die Verkehrsbelastung auf der Kreuzung bei der RBS-Station Ittigen ist gross. Vor allem wenn die Barriere der S-Bahn die Untere Zollgasse sperrt, kommt es regelmässig zu Stau. Zu Spitzenzeiten ist die Kapazität des Verkehrs ­erreicht. Die Gemeinde und der RBS haben deshalb eine Studie zur Verbesserung der Situation in Auftrag gegeben. Sie zeigt auf, wie die Verkehrsprobleme gelöst werden könnten.

Die zwei Schwerpunkte sind: ein Kreisel anstelle der Kreuzung und der Ausbau des Bahnhofs. Die Studie geht jedoch über den Verkehr hinaus. In einer späteren Phase soll die Umgebung des Talguts durch neue Gebäude und neue Aussenräume ergänzt werden.

Als «grosse Perspektive für Ittigen» bezeichnet Kurt Zwahlen die Ideen. Zwahlen, bis vor kurzem Ittiger Bauverwalter, war vor seiner Pensionierung stark in die Thematik involviert. Ziel sei, dass der Knoten und die Umgebung eine Zentrumsfunktion erhalten würden. «So kann Ittigen für die Zukunft fitgemacht werden.»

Ampeln bei Zugdurchfahrt

Ähnlich wie bei der Station Papiermühle, wo letztes Jahr ein Kreisel gebaut wurde, soll künftig auch bei der Station Ittigen der Verkehr kreisen. Heute regeln dort Ampeln den Verkehr auf der Kreuzung. Doch wenn die Barrieren des RBS sich senken, können die Autos von der Woblental­strasse nicht in die Untere Zollgasse fahren. Die Folge: Der Verkehr staut sich.

Deshalb sieht die Studie auf der Worblentalstrasse Richtung Bolligen beim Kreisel zwei Einmündungsspuren vor: eine für geradeaus und links, die andere für rechts in die Untere Zollgasse. Der Vorteil: Mit kurzzeitigem Betrieb von Ampeln werden zuerst alle Fahrzeuge vor dem Kreisel gestoppt, womit die Autos im Kreisel ausfahren können. Sobald die Barriere geschlossen ist, ist der Kreisel frei. Die Autos auf der Worblentalstrasse können wieder rollen.

Neben der RBS-Station sind zwischen den Kreiseleinmündungsspuren schmale Perrons geplant. Sie dienen einerseits als Warteraum, wenn Ersatzbusse eingesetzt werden müssen, andererseits als Inseln für die Fussgängerquerungen der Worblentalstrasse. Denn die Überführung vom Talgutzentrum her soll abgebrochen werden.

Bahnhof: Zweites Perron

Die RBS-Station ist ebenfalls Teil der Pläne. Sie soll über den heutigen Gebäuden ein neues Dach erhalten. Und auf der gegenüberliegenden Geleiseseite will der RBS ein Perron mit Wartehalle bauen. Eine neue Unterführung soll die beiden Bereiche mitein­ander verbinden.

Auch für den Bus sind Neuerungen geplant. Statt hinter dem Talgutzentrum soll dieser am Talweg gegenüber der Raiffeisenbank halten. Auch diese Massnahme soll dazu dienen, die verschiedenen Verkehrsmittel für die Benutzer besser miteinander zu vernetzen.

Als Ergänzung zu den Verkehrsbauten schlagen die Planer neue Gebäude vor, die den optischen Eindruck des Platzes verbessern. An der Ecke Worblentalstrasse/Talweg sehen sie als Kopf des Talgutzentrums einen höheren Neubau. Auch für diese Ideen bestehen weder Projekte noch Kostenberechnungen. Laut Kurt Zwahlen sind aber Gespräche und Verhandlungen für solche Bestrebungen im Gang.

Zu den Ideen der Studie läuft jetzt eine Mitwirkung. Im Sommer wird ein Vorprojekt für die Verkehrsmassnahmen erstellt, das in einem Jahr aufgelegt werden kann. Ein Projekt mit Kostenvoranschlag ist für Herbst 2018 geplant. Treten keine Verzögerungen ein, dürfte der Bau 2020 beginnen und Anfang 2022 beendet sein.

Mitwirkung (bis 28. Februar): www.ittigen.ch.

Berner Zeitung

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