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Neuer Etappensieg für Chirurgen

Ein Berner Arzt verletzte vor zehn Jahren bei einer Rückenoperation eine Vene, die Patientin verblutete. Die Berner Justiz verurteilte ihn nach diesem Vorfall wegen fahrlässiger Tötung. Zum zweiten Mal erhielt der Chirurg nun vor Bundesgericht recht.

Der angeklagte Chirurg hat zum zweiten Mal mit einer Beschwerde vor Bundesgericht recht erhalten.
Der angeklagte Chirurg hat zum zweiten Mal mit einer Beschwerde vor Bundesgericht recht erhalten.
Colourbox

Der Chirurg ist noch nicht aus dem Schneider. Er hat zwar zum zweiten Mal mit einer Beschwerde vor Bundesgericht recht erhalten. Die vom Berner Obergericht formulierte Begründung reiche nicht für einer Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung, heisst es in einem soeben publizierten Urteil. Der Vorwurf gegen den Facharzt für orthopädische Chirurgie steht aber weiterhin im Raum. Nun muss sich das Berner Obergericht ein drittes Mal mit einer misslungenen Rückenoperation beschäftigen, bei der vor zehn Jahren eine Patientin gestorben ist. Der medizinische Eingriff fand im Dezember 2003 statt. Die damals 56-jährige Frau unterzog sich in einem Berner Spital einer Rückenoperation. Als der Chirurg die Wirbel stabilisieren wollte, bohrte er einen Draht zu weit hinein. Das geschah auch, weil der Röntgenbildverstärker, mit dem er die Operation überwachte, nicht einwandfrei funktionierte. Als der Arzt das bemerkte, drehte er den Draht zweimal zurück. Weil bei diesem Vorgang die Gefahr bestand, dass ein wichtiges Gefäss verletzt worden war, meldete er dem Anästhesisten, den Blutdruck genau zu überwachen.

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