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Mit dem Velo durch das grüne Band

Der grüne Korridor, der rund um Bern den Übergang vom städtischen ins ländliche Gebiet markieren soll, wird ­erlebbar. Am Montag wurde im Landstreifen eine neue Veloroute eingeweiht.

Die neue Veloroute trägt die Nummer 888.
Die neue Veloroute trägt die Nummer 888.
zvg/Gemeinde Köniz

Noch vor zehn Jahren war es nicht viel mehr als eine abstrakte Vision: das sogenannte grüne Band. Die Idee dahinter: die Erschaffung eines grünen, nicht überbauten Korridors rund um die Berner Agglomeration. Dieser soll dereinst nicht nur den Übergang vom städtischen ins länd­liche Gebiet markieren, sondern auch neuen Naherholungsraum bieten.

Lange blieb das von der Gemeinde Köniz lancierte Projekt unkonkret. Vor knapp drei Jahren kam die Sache mit ersten Massnahmen schliesslich ins Rollen. In Wabern entstanden neue Nutzgärten für Hobbygärtner, im Selhofen von Kehrsatz pflanzte man Apfel- und Birnbäume, und im Köniztal wurden die Autos mit einer Schranke ausgesperrt.

Perlenkette von Massnahmen

Seit Montag führt zudem eine neue Veloroute durch einen Teil des Korridors. «Damit machen wir das grüne Band für die Leute zugänglicher», freute sich die Könizer Gemeinderätin Rita Haudenschild (Grüne) anlässlich der Jungfernfahrt bei strömendem Regen.

Der neu signalisierte Veloweg namens 888 ist 26 Kilometer lang und führt von der Aare im Belpmoos zur Aare in Wohlen. Er soll Besucher zu den Angeboten führen, die im grünen Band derzeit am Entstehen sind – etwa dem neuen Biotop im Köniztal.

Ein weiteres Angebot ist laut Haudenschild zudem am Südhang des Gurtens geplant. Dort soll in den kommenden Jahren ein neuer Rebberg entstehen, wie es ihn an der Stelle früher bereits gab. Die Idee sei aus der Bevölkerung gekommen und zeige, dass das Projekt langsam, aber sicher angekommen sei. «Es wird nun alles etwas konkreter», so Haudenschild.

Dass sich die einzelnen Massnahmen jeweils in eher gemächlichem Tempo realisieren liessen, liege auf der Hand. «Bei jedem Vorhaben müssen zuerst auch die betroffenen Bauern einverstanden sein.» Sie sehe das Projekt des grünen Bandes aber auch nicht als einen einzigen grossen Wurf, sondern vielmehr als «Perlenkette von verschiedenen Massnahmen».

Andere Orte sollen nachziehen

Noch sind bei der Entwicklung des grünen Bandes vor allem Köniz und Kehrsatz aktiv. «Ich hoffe aber, dass der Funken künftig auch auf andere Gemeinden überspringt», so Haudenschild. Was es dafür brauche, sei ein grundsätzliches Interesse am Projekt. Dieses konnten die Initianten am Montag immerhin ein bisschen wecken. So radelte auf der neuen Veloroute unter anderen auch ein Gemeindevertreter von Münchenbuchsee mit.

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