Neue Gelateria in Bern

Bern

Seit Dienstag hat die Gelateria di Berna eine neue Konkurrentin: Die Eiswerkstatt im alten Tramdepot bietet 22 verschiedene, hausgemachte Eissorten an.

Eine YB-Glace für Stadtpräsident Alec von Graffenried (rechts).<p class='credit'>(Bild: Andreas Blatter)</p>

Eine YB-Glace für Stadtpräsident Alec von Graffenried (rechts).

(Bild: Andreas Blatter)

Mit der Eröffnung einer eigenen Gelateria erfüllt sich Thomas Baumann nicht nur einen lang gehegten Traum, der Inhaber des Alten Tramdepots führt damit auch eine Familientradition weiter: Bereits seine Grossmutter stellte in Italien eigene Glace her. Italienisch angehaucht sei deshalb auch das Eis, welches die «Eiswerkstatt» des Alten Tramdepots verkauft.

«Wir haben alle Rezepte zusammen mit einem Profi aus Bologna erarbeitet», erklärt Eiswerkstatt-Geschäftsführer Luis Signer, der einst als Lehrling in der Küche des Tramdepots stand. Zur Auswahl gibt es 22 verschiedene Sorten – darunter Klassiker, wie Pistazie und Haselnuss, aber auch mutigere Kreationen, wie Ragusa oder Safran.

22 Glacesorten stehen in der Eiswerkstatt zur Auswahl. Bild: Andreas Blatter

Der Stapi als Stammgast

Ob das Eis auch geschmacklich überzeugt, durfte bei der Eröffnung am Dienstag unter anderem Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL) beurteilen. Dieser bekam das erste Eis serviert und entschied sich für eine Kombination aus Mango und Black Vanilla – «halt ein richtiges YB-Eis.»

An warmen Sommertagen dürfe sich die Eiswerkstatt sicher auf viele Kunden freuen, blickte von Graffenried zuversichtlich in die Zukunft: «Der Standort auf der Berner Haupttourismusachse, zwischen Zytglogge und Rosengarten, ist ideal.» Auch er werde ein regelmässiger Kunde, versprach der Stapi, «immerhin liegt die Eiswerkstatt direkt auf meinem Nachhauseweg.»

Eis statt Toiletten

Die Eiswerkstatt befindet sich im Eingangsbereich des Tram­depots, dort wo früher Berntourismus mit der «Bernshow» vertreten war. Ursprünglich hätte dieser Platz für eine neue Toilettenanlage genutzt werden sollen, sagt Baumann: «Diese wäre aber viel zu teuer gewesen.»

Deshalb habe man lieber die bestehenden WCs erweitert und eine Gelateria gebaut. Diese kostete das Tramdepot beinahe eine halbe Million Franken. Neu ist aber nicht nur die Gelateria, sondern der gesamte Eingangs­bereich: Dieser wurde durch die Vermieterin, die Immobilien­gesellschaft Altes Tramdepot – die mehrheitlich der Stadt Bern gehört – komplett renoviert.

Im neuen Eingangsbereich muss sich Berntourismus mit einem weitaus kleineren Bereich zufrieden geben. Und auch der im Gebäude liegende Kiosk machte Abstriche: Dieser hätte das Exklusivrecht auf den Glaceverkauf im Gebäude gehabt, gab dieses aber an die neue Gelateria ab.

Die Eiswerkstatt wird nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über, jeden Tag zwischen 9 und 23 Uhr geöffnet haben. Auf der Speisekarte stehen deshalb nicht nur Eiscremes, sondern auch Bagels und Brownies.

Berner Zeitung

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